Manuel Neuer äußert sich zu Comeback-Forderungen in der Nationalmannschaft
In Deutschland gibt es zunehmend Forderungen nach einem Comeback von Manuel Neuer in der Nationalmannschaft. Der 39-Jährige hat sich nun zu diesem Thema geäußert.
München – Die deutsche Nationalmannschaft hat einen holprigen Start in die Qualifikation für die Fußball-WM 2026 in den USA, Kanada und Mexiko hingelegt. Nach einer enttäuschenden 0:2-Niederlage gegen die Slowakei folgte nur ein mühsamer 3:1-Heimsieg über Nordirland. Während Hoffenheims Torwart Oliver Baumann keinen Grund zur Kritik bot, wird dennoch über seine Position diskutiert, da er nicht das Niveau von Weltklasse-Torhütern wie dem verletzten Marc-André ter Stegen oder dem zurückgetretenen Manuel Neuer erreicht.
Der Keeper des FC Bayern äußerte, dass er sich derzeit nicht mit einer Rückkehr in die Nationalmannschaft beschäftigt. Bei einem Empfang in der Bayerischen Staatskanzlei in München sagte er: „Erstmal wurde ich ja nicht gefragt. Es war eine bewusste Entscheidung von mir, dass ich bei der Nationalmannschaft jetzt nicht mehr dabei bin und auch zurückgetreten bin. Dementsprechend steht das gar nicht im Raum für mich.“
Allerdings hatte sein Berater Thomas Kroth in einem Interview mit der Frankfurter Rundschau Spekulationen über ein Comeback angeheizt. „Er ist topfit, bringt absolut seine Leistung. Wenn Julian Nagelsmann auf der Position ein Problem sieht, Manuel gesund ist und gefragt würde – dann wird Manu sicher nicht Nein sagen“, so Kroth.
Neuer selbst schließt ein Comeback nicht vollständig aus, betont jedoch: „Ich hatte eine sehr erfolgreiche und schöne Zeit, und ich denke aktuell überhaupt nicht darüber nach, ob und wie das sein könnte, dass Manuel Neuer nochmal zurückkehrt zur Nationalmannschaft.“ Er war seit 2009 Teil des Teams und sieht die EM als schönen Abschluss seiner Karriere an. „Ich denke, dass ich viel vom deutschen Fußball bekommen habe und vielleicht auch etwas zurückgegeben habe.“
Während Neuer diese Worte äußerte, hatte sich der Ehrenpräsident des FC Bayern, Uli Hoeneß, bereits den Befürwortern seiner Rückkehr zur Nationalmannschaft angeschlossen: „Bei einer Weltmeisterschaft müssen die Besten spielen. Und Manuel ist der Beste. Deswegen muss er da spielen, wenn er gesund ist“, forderte der 73-Jährige.
Auch Herbert Hainer, der aktuelle Präsident des Rekordmeisters, betonte, dass Neuer „der beste Torwart in Deutschland“ sei und jeder Mannschaft gut tue. Bundestrainer Julian Nagelsmann scheint sich jedoch bereits auf Marc-André ter Stegen für die WM festgelegt zu haben. Ter Stegen hat jedoch seinen Stammplatz beim FC Barcelona verloren und könnte nach einer Rückenoperation noch monatelang ausfallen.