Manuel Neuer kehrt als Torwart zur DFB-Elf zurück

Manuel Neuer kehrt als Torwart zur DFB-Elf zurück

Manuel Neuer wird während der bevorstehenden Weltmeisterschaft wieder im Tor der deutschen Nationalmannschaft stehen. Diese Entscheidung von Trainer Julian Nagelsmann hat bereits für viel Diskussion gesorgt, sowohl in Form von Kritik als auch von Unterstützungsbekundungen.

Als Nagelsmann vor einigen Wochen den WM-Kader für das Turnier in den USA, Kanada und Mexiko bekannt gab, war es wenig überraschend, dass Neuer sein Comeback feiern würde. Dennoch wurde die offizielle Ankündigung von einer Welle der Kritik gegenüber dem Bundestrainer begleitet.

Viele Fans und einige Experten bezweifeln, dass der Bayern-Keeper noch die Form vergangener Tage hat, und kritisieren die kurzfristige Entscheidung, Oliver Baumann auf die Bank zu setzen. Auf der anderen Seite gibt es jedoch auch Rückendeckung, unter anderem von Oliver Bierhoff, dem ehemaligen Sportdirektor des DFB, der den Wechsel im Tor begrüßt.

„Ich bin überzeugt, dass 90 Prozent der Bundesligaspieler sagen würden: Ich möchte Manuel im Tor haben, denn er ist nach wie vor Weltklasse und kann mit seiner Persönlichkeit viel bewegen“, äußerte Bierhoff in einem Interview mit der FAZ. Er erwartet „souveräne Leistungen“ von Neuer und widerspricht damit der Kritik, dass dem Torwart die Konstanz fehle.

Unabhängig von der Torwartfrage ist Bierhoff optimistisch, was die Chancen der deutschen Fußballnationalmannschaft bei der bevorstehenden WM betrifft. Er sieht jedoch einige Voraussetzungen, die erfüllt sein müssen: „Wenn Deutschland wieder wie in früheren Erfolgen durch Geschlossenheit, Disziplin und Teamgeist überzeugt und die Mannschaft im Laufe des Turniers Vertrauen tankt“, dann sei für das Team „alles möglich“.

Allerdings zählt das DFB-Team für Bierhoff nicht zu den absoluten Favoriten. „Es gibt starke Konkurrenz aus Frankreich, Spanien, Portugal und Argentinien“, betont der EM-Siegtorschütze von 1996. Besonders die aktuelle Weltmeisterschaft wird er im Auge behalten, da Argentinien derzeit mit Personalsorgen zu kämpfen hat.

Topics

Related news