Marc-André ter Stegen erlebt Wahl-Demütigung in Barcelona

Marc-André ter Stegen erlebt Wahl-Demütigung in Barcelona

Marc-André ter Stegen ist zurück in Barcelona und hat dort einen denkwürdigen Moment erlebt, der ihm wohl lange in Erinnerung bleiben wird.

Barcelona – Eine Präsidentschaftswahl beim FC Barcelona ist stets ein bedeutendes Ereignis. In den Wochen vor der Wahl ist es mittlerweile Tradition, dass die Kandidaten verbal gegeneinander antreten. Auch externe Angriffe von ehemaligen Spielern und Trainern sind nicht ungewöhnlich. Der Wahltag selbst wird oft zu einem öffentlichen Spektakel hochstilisiert.

In der Regel werden auch der aktuelle Trainer – in diesem Fall der ehemalige DFB-Coach Hansi Flick – und die Mannschaft eingeladen, um öffentlich ihre Stimmen abzugeben. Auch der verletzungsgeplagte und mittlerweile an den FC Girona verliehene Torhüter Marc-André ter Stegen reiste nach Katalonien, um seine Stimme abzugeben, erlebte jedoch eine bittere Enttäuschung.

Während Vereinsikonen wie Xavi Hernández und Josep Maria Bartomeu ohne größere Schwierigkeiten wählen konnten und Joan Laporta mit großer Mehrheit zum Präsidenten gewählt wurde, blieb ter Stegen dieses Recht offensichtlich verwehrt. Der Torhüter, der offiziell weiterhin Mitglied des FC Barcelona ist und somit stimmberechtigt sein sollte, erhielt seine Wahlunterlagen nicht.

Der Grund: Sein Name fehlte im Wählerverzeichnis. Dies führte zu einer öffentlichen Demütigung. Ter Stegen wartete minutenlang, umringt von Kameras und Mikrofonen, darauf, dass die zuständigen Mitarbeiter seinen Namen im Verzeichnis finden – jedoch vergeblich. Spanische Medien spekulierten anschließend, dass er möglicherweise versäumt habe, seinen Mitgliedsstatus rechtzeitig zu aktualisieren.

Am Ende musste der 423‑malige Barca‑Keeper den Wahlort ohne Stimmabgabe verlassen – ein peinlicher Moment, der symbolisch für seine zuletzt angespannten Beziehungen zum Klub steht. Während einer langen Verletzungsphase wurde der 33-Jährige zur Nummer drei degradiert. Da er unbedingt Teil des deutschen Kaders für die WM 2026 sein wollte, sah er sich gezwungen, einen neuen Verein zu suchen, der schließlich in einem Leihgeschäft mit dem FC Girona mündete.

Doch auch dort blieb ter Stegen vom Pech verfolgt. Nach kurzer Zeit erlitt er eine Oberschenkelverletzung, die weitere Einsätze verhindert – seine Chancen auf einen Platz im Tor für die WM rücken damit in weite Ferne. Ein Comeback wird frühestens für Mitte April erwartet.

Während der deutsche Nationalspieler am Wahltag unverrichteter Dinge abzog, feierte Joan Laporta seine deutliche Wiederwahl. Letztendlich entfielen 68,18 Prozent der abgegebenen Stimmen auf den 63-Jährigen, der sich klar gegen Herausforderer Victor Font durchsetzte. Für Laporta war dieser Wahltag ein großer Erfolg – für ter Stegen hingegen eine Demütigung.

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