Marcell Jansen über Jürgen Klopp als Bundestrainer

Marcell Jansen über Jürgen Klopp als Bundestrainer

Marcell Jansen hält Jürgen Klopp für eine ausgezeichnete Wahl als neuen Bundestrainer. Doch seiner Meinung nach ist ein Trainerwechsel allein nicht ausreichend.

München – Die kommenden Wochen und Monate versprechen beim DFB eine Phase intensiver Veränderungen. Nach dem enttäuschenden Abschneiden bei der WM 2026 in den USA, Mexiko und Kanada sowie dem Rücktritt von Julian Nagelsmann steht der Verband vor einem umfassenden Umbruch. Eine der zentralen Personalfragen betrifft Jürgen Klopp, der als potenzieller neuer Bundestrainer gehandelt wird, um das Team bis zur EM 2028 wieder auf Erfolgskurs zu bringen.

Marcell Jansen, der ehemalige Nationalspieler, ist sich sicher, dass Klopp für diese Position geeignet ist. In der Live-Sendung „Die WM-WG“ von Absolut Fussball (powered by IPPEN.MEDIA) äußerte er: „Es ist klar, dass man sich mit Jürgen Klopp befassen muss. Wir wissen, was er als Trainer erreicht hat. Für mich ist jedoch das Gesamtpaket entscheidend. Wir sehen, wie komplex die Analyse sowie die interne und externe Kommunikation sind.“

Gleichzeitig warnte Jansen davor, dass die Erwartungen möglicherweise zu hoch angesetzt sein könnten: „Wir haben viele Themen diskutiert, bei denen deutlich wurde, dass vieles nicht zusammenpasste. Es reicht nicht aus, einfach den Trainer zu wechseln. Jürgen Klopp bringt Erfahrung und Kommunikationsstärke mit. Als Nationaltrainer hat man nur punktuelle Einsichten, nicht die täglichen und wöchentlichen Interaktionen. Doch Spieler zu stärken und zu motivieren, ist eine der großen Stärken von Jürgen Klopp.“

Für Jansen ist jedoch auch das Team um Klopp von großer Bedeutung. Der Abgang von Andreas Rettig zum Jahresende ist bereits beschlossene Sache, während die Zukunft von Rudi Völler noch ungewiss ist. Zuletzt brachte sich Weltmeister Per Mertesacker als möglicher Nachfolger für den 66-Jährigen ins Gespräch.

Jansen betont, dass es vor allem darauf ankommt, nicht nur auf Namen zu achten: „Man muss prüfen, wie die Profile und Qualitäten der Personen zusammenpassen. Das Team muss in menschlicher, inhaltlicher und strategischer Hinsicht harmonieren. Denn das Konstrukt Nationalmannschaft, auf das alle schauen, ist unglaublich komplex.“

So komplex, dass Julian Nagelsmann nach knapp drei Jahren im Amt gehen musste. Sein desaströser Auftritt bei der Weltmeisterschaft, die vielen Nebenschauplätze wie die Nominierung von Manuel Neuer und die Behandlung von Deniz Undav sowie seine kommunikativen Aussetzer kosteten den 38-Jährigen schließlich den Job.

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