Marktwert-Update bei Borussia Mönchengladbach: Ein neuer Spitzenreiter und enttäuschende Gesamtentwicklung
Marktwert-Update bei Borussia Mönchengladbach: Ein neuer Spitzenreiter steht fest, während die Gesamtentwicklung weiterhin enttäuschend verläuft.
Mönchengladbach – Borussia Mönchengladbach befindet sich auch in dieser Saison in der hart umkämpften Tabellenregion der Bundesliga. Das Team unter der Leitung von Eugen Polanski hat sich bis auf den elften Platz hochgearbeitet. Im schlimmsten Fall könnte die Mannschaft jedoch auf Rang 13 überwintern, mit nur zwei Punkten Vorsprung auf den Relegationsplatz.
Um dieses Szenario zu vermeiden, wäre neben einer Niederlage gegen Borussia Dortmund auch ein Sieg von VfL Wolfsburg gegen SC Freiburg, Hamburger SV gegen Eintracht Frankfurt, FC St. Pauli gegen Mainz 05 und 1. FC Heidenheim gegen FC Bayern erforderlich. Die Wahrscheinlichkeit hierfür ist jedoch gering, was die Unsicherheit darüber, um welche Plätze Gladbach im Jahr 2026 kämpfen wird, verdeutlicht.
In den letzten Jahren hat sich Borussia von einem Europapokal-Anwärter zu einem Mittelfeldclub entwickelt. Die letzte Platzierung in der oberen Tabellenhälfte gelang in der Saison 2020/21. Trotz vier Siegen in den letzten sechs Spielen wirkt Gladbach im Dezember 2025 eher unscheinbar. Dies spiegelt sich auch im aktuellen Marktwert-Update der Plattform Transfermarkt wider.
Der Gesamtmarktwert des Kaders ist um 5,025 Millionen Euro gesunken, von 154,18 Millionen Euro auf 149,155 Millionen Euro. Im Vergleich dazu wurde der Kader-Marktwert in der Saison 2022/23 noch auf 241,68 Millionen Euro geschätzt, was innerhalb von drei Jahren einen Rückgang von fast 100 Millionen Euro bedeutet.
Im Jahr 2023/24 fiel der Kader-Marktwert auf 165,23 Millionen Euro, bevor er in der Saison 2024/25 auf 187,5 Millionen Euro stieg. Dieser schleichende Abstieg verdeutlicht, wie weit Gladbach mittlerweile von den erfolgreichen Jahren in den 2010er-Jahren entfernt ist. Positiv ist jedoch, dass es einen neuen Hoffnungsträger und Marktwert-König in der Mannschaft gibt.
Der Marktwert von Vizekapitän Rocco Reitz wurde im aktuellen Update von 15 Millionen Euro auf 17 Millionen Euro erhöht. Damit löst Reitz Tim Kleindienst ab, der zuvor mit 17 Millionen Euro an der Spitze stand, nun jedoch auf einen geschätzten Marktwert von 12 Millionen Euro gefallen ist – gleichauf mit Franck Honorat und Robin Hack.
Ein wesentlicher Grund für Kleindiensts Rückgang ist seine lange Verletzungszeit. Der Stürmer zog sich am 33. Spieltag der Vorsaison eine Knieverletzung zu, gab am elften Spieltag sein Comeback, wurde jedoch kurz darauf erneut von Knieproblemen außer Gefecht gesetzt. Kleindienst musste mittlerweile ein zweites Mal operiert werden und wird mehrere Wochen ausfallen.
Der zweitgrößte Gewinner ist das Top-Talent Wael Mohya. Der 16-Jährige feierte am vergangenen Samstag gegen den VfL Wolfsburg sein Bundesliga-Debüt und wurde mit einem Anstieg seines Marktwerts von einer Million Euro auf 2,5 Millionen Euro belohnt. Auch Haris Tabaković (von 2,5 auf 3 Millionen Euro) und Jan Urbich (von 125.000 auf 300.000 Euro) verzeichnen Marktwertgewinne.
Im Gegenzug verzeichnen neben Kleindienst sieben weitere Gladbach-Profis einen Rückgang. Jan Ullrich fällt von acht auf sieben Millionen Euro, Giovanni Reyna von sieben auf sechs Millionen Euro, und die Marktwerte von Nathan Ngoumou (von vier auf 3,5 Millionen Euro), Kevin Stöger (von 3,5 auf 3 Millionen Euro), Oscar Fraulo (von 3,5 auf 3 Millionen Euro) und Jonas Omlin (von zwei auf 1,5 Millionen Euro) sinken jeweils um 500.000 Euro.
Unter den Verlierern hat Marvin Friedrich am besten abgeschnitten. Der Innenverteidiger, der aufgrund einer Sprunggelenksverletzung beim Training am Dienstag nicht teilnehmen konnte, fällt von zwei Millionen Euro auf 1,8 Millionen Euro. Vor vier Jahren betrug sein geschätzter Marktwert als Stammspieler von Union Berlin noch zehn Millionen Euro – die Verluste sind sowohl für Friedrich als auch für Gladbach schmerzhaft.