Matthias Ginter äußert sich zur WM-Nichtnominierung

Matthias Ginter äußert sich zur WM-Nichtnominierung

Freiburgs Abwehrchef Matthias Ginter hat auf Instagram auf seine Nicht-Nominierung für die Weltmeisterschaft reagiert und dabei vielsagende Worte gefunden.

Freiburg – Für Matthias Ginter endete die Saison mit zwei schmerzhaften Enttäuschungen. Zunächst verlor der Innenverteidiger mit dem SC Freiburg das Europa-League-Finale gegen Aston Villa mit 0:3, und einen Tag später folgte die Nachricht über sein WM-Aus. Bundestrainer Julian Nagelsmann entschied sich, auf Ginter im Kader der DFB-Elf für die bevorstehende Weltmeisterschaft 2026 in den USA, Mexiko und Kanada zu verzichten.

Die Entscheidung, den 32-Jährigen nicht zu nominieren, kam überraschend, da Ginter eine insgesamt überzeugende Saison gespielt hatte. Entsprechend enttäuscht reagierte er nach der Bekanntgabe des deutschen WM-Kaders auf seinem Instagram-Kanal. „Aktuell sehr viel Leere. Wie so oft, wenn Träume platzen. Danke an alle, die diese Saison so besonders und speziell gemacht haben“, schrieb er unmittelbar nach dem verlorenen Euro-League-Finale.

Der Weltmeister von 2014, der vor drei Jahren sein letztes Länderspiel bestritt, äußerte sich auch zu seinem geplatzten WM-Traum. „Zu allem Anderen kann ich aktuell auch nichts Ehrliches sagen, vielleicht irgendwann mal. Vielen Dank auch hier an alle für die Unterstützung in den letzten Wochen und Monaten. Bis zur neuen Saison“, fügte er in seinem Posting hinzu. Diese Worte dürften sich auch an Nagelsmann richten, der auf einen der besten Verteidiger dieser Saison verzichtete.

„Das ist natürlich kein leichtes Gespräch. Wir haben mehrere Feedback-Gespräche gehabt“, erklärte Nagelsmann. „Er hat den Nachteil: Er war in meinen drei Jahren nie dabei. Das kann man mir ankreiden. Aber er hat sich sportlich nicht viel vorzuwerfen. Trotzdem musst du dann immer auf eine Gesamtthematik achten“, fügte der 38-Jährige hinzu. Es bleibt abzuwarten, ob die Gründe für Ginter's Nichtnominierung in Zukunft noch klarer werden.

Lothar Matthäus kann die Entscheidung jedenfalls nicht nachvollziehen. In der Bild-Serie „Lothar Legt los“ nahm der Rekordnationalspieler Ginter in Schutz: „Wir haben keinen gelernten rechten Verteidiger im Kader, der Kimmich vertreten könnte. Matthias Ginter hätte dort ebenso wie als Innenverteidiger spielen können, und aufgrund seiner herausragenden Saison mit Freiburg hätte er sich eine Nominierung auch verdient gehabt“, betonte Matthäus.

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