Messi glänzt mit Hattrick beim Sieg Argentiniens gegen Algerien
Lionel Messi erzielte beim 3:0-Sieg Argentiniens gegen Algerien alle drei Tore. Doch laut Schiri-Experte Patrick Ittrich hätte der Superstar möglicherweise nicht auf dem Platz stehen dürfen.
In Kansas City zeigte Messi eine beeindruckende Leistung, indem er in der WM-Partie gegen Algerien dreimal traf. Fast hätte jedoch ein Vorfall in der 31. Minute seinen Gala-Auftritt überschattet. Ein Foul des 38-Jährigen hätte durch den Videoassistenten überprüft werden können.
Beim Stand von 1:0 kam Messi im Mittelfeld zu spät gegen Aissa Mandi und traf seinen Gegner mit offener Sohle auf der Wade. Der polnische Schiedsrichter Szymon Marciniak beließ es bei einer Ermahnung, und der Videoassistent griff nicht ein. Diese Entscheidung sorgte für berechtigte Diskussionen, da die Bilder den klaren Kontakt mit der offenen Sohle zeigten.
Ittrich äußerte sich eindeutig: „Regeltechnisch wäre das eine Rote Karte. Hätte ich das so auf dem Platz gesehen, hätte ich Rot gegeben.“ Er begründete seine Einschätzung anhand dreier Kriterien für einen Platzverweis: der Möglichkeit, den Ball zu spielen, dem Trefferbild und der Dynamik des Fouls.
„Wenn zwei dieser drei Kriterien erfüllt sind, kann eine Rote Karte gegeben werden. Hier sind definitiv zwei Kriterien erfüllt“, erklärte der ehemalige Bundesliga-Schiedsrichter. „Es gibt keine Möglichkeit, den Ball zu spielen, und das Trefferbild mit der offenen Sohle auf der Achillessehne sieht sehr gefährlich aus. Das einzige, was fehlt, ist die Dynamik. Deshalb hat der Videoassistent vermutlich nicht eingegriffen.“
Gleichzeitig zeigte er in seiner Analyse Verständnis für die Unparteiischen: „Wenn du diese Szene siehst, denkst du: Erstes Spiel für Messi, eigentlich sind zwei von drei Kriterien erfüllt. Da kommt schon ein wenig Nervosität auf. Man versucht, die Situation zu bewältigen, ohne zu hart durchzugreifen.“ Ittrich ist sich jedoch sicher: „Hätte der Schiedsrichter Rot gezeigt, wäre das auf keinen Fall zurückgenommen worden.“
Gerüchte um einen möglichen Superstar-Bonus für Messi in dieser Entscheidung wies der Experte entschieden zurück. Dennoch werden der argentinische Stürmer, seine Teamkollegen und die Fans aufatmen, dass die Situation nicht anders bewertet wurde. Andernfalls hätte der Weltmeister die Gruppenphase ohne ihren Star überstehen müssen. So ist der Titelverteidiger jedoch auf dem besten Weg, die K.-o.-Runde zu erreichen.