Mexiko startet mit drei Punkten in die WM, aber Experten äußern Bedenken

Mexiko startet mit drei Punkten in die WM, aber Experten äußern Bedenken

Mexiko hat mit einem Sieg gegen Südafrika in die WM gestartet, jedoch war die Leistung des Teams nur bedingt überzeugend. Thomas Müller und Jürgen Klopp identifizierten deutliche Schwächen bei beiden Mannschaften.

In Mexiko-Stadt brachte der Auftakt für Mexiko die erhofften drei Punkte, doch die Expertenrunde bei MagentaTV, zu der auch Müller und Klopp gehörten, stellte fest, dass der Auftritt gegen Südafrika nicht für uneingeschränkte Begeisterung sorgte. Insbesondere die Leistung des Gegners rückte nach dem Schlusspfiff in den Fokus.

Ein besonderes Augenmerk galt Mexikos Stürmer Raúl Jiménez, der mit seinem ersten WM-Tor einen persönlichen Meilenstein erreichte. Müller beschrieb diesen Moment mit den Worten: „Es war nicht nur, ich mache jetzt mal ein Tor, sondern da ging es richtig ab in seinem Körper.” Klopp fügte humorvoll hinzu: „Da hätte ich schon noch einen draufsetzen können, wenn ich mein 1. WM-Tor gemacht hätte.”

Sportlich sah Klopp jedoch klare Defizite auf beiden Seiten. Besonders Südafrika blieb seiner Meinung nach weit hinter den eigenen Möglichkeiten zurück: „Sie haben zu wenig gemacht. Sie haben es nicht hinbekommen, das, was sie vorhatten, nur im Ansatz zu zeigen. Da kam zu wenig. Dazu zwei Rote Karten, ein sehr gebrauchter Tag.” Die beiden Platzverweise verschärften die ohnehin schwierige Ausgangslage der Südafrikaner zusätzlich.

Müller äußerte ebenfalls Kritik an den Südafrikanern, hatte jedoch auch Anmerkungen zu den Gastgebern. Seiner Ansicht nach hätten die Mexikaner die Schwächen des Gegners nicht ausreichend ausgenutzt. „Schade, dass Mexiko nicht mal gut sein musste und sie waren auch nicht so gut. Sie haben es in der 1. Halbzeit verpasst, dranzubleiben, Druck zu machen und früher das 2:0 zu erzielen. Sie sind nicht bestraft worden, weil Südafrika die Mittel gefehlt haben“, erklärte der Weltmeister von 2014.

Die späte Rote Karte gegen César Montes wertete Klopp als Sinnbild für die gesamte Begegnung. Für ihn war dies eine Schlüsselszene, die grundlegende taktische Probleme beider Mannschaften verdeutlichte. „Das beschreibt das ganze Spiel. Das war taktisch einfach schlecht, von beiden Mannschaften nicht gut. Wenn Mexiko da nicht rangeht, dann rauscht es mal richtig. Dann bekommen sie mehr Probleme, als sie heute hatten“, erläuterte Klopp.

Er fügte hinzu: „Man muss viel kompakter sein, als es beide Mannschaften waren. Die Abstände des Spielers, der den Zweikampf führt, bis zum nächsten, der eingreifen könnte, waren immer zu groß.“ Trotz aller Kritik bleibt unterm Strich ein erfolgreicher Start für Mexiko. Für Klopp bedeutet dies eine komfortable Ausgangsposition für den weiteren Verlauf der Gruppe. Alle Termine und Ergebnisse finden Sie in unserem WM-Spielplan.

„Beide Mannschaften können daraus etwas mitnehmen. Mexiko hat drei Punkte, und in dieser Konstellation bedeutet das fast schon Durchatmen. Soweit gut, aber das hat keine neuen Erkenntnisse gebracht“, sagte der ehemalige Erfolgstrainer. Während Mexiko das Ergebnis mitnimmt, wird Südafrika vor allem an den zahlreichen Baustellen arbeiten müssen, die in diesem Spiel deutlich sichtbar wurden. Im Parallelspiel der Gruppe A bezwang Südkorea derweil Tschechien mit 2:1.

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