Michael Olise bricht Pele-Rekord trotz verpasster Medaille

Michael Olise bricht Pele-Rekord trotz verpasster Medaille

Michael Olise mag zwar bei der Fußball-Weltmeisterschaft ohne Medaille geblieben sein, doch der Bayern-Star hat einen ewigen Rekord von Pelé eingestellt.

Miami – Ein denkwürdiges Spiel, das in Erinnerung bleiben wird: England besiegte Frankreich mit 6:4 im Spiel um den dritten Platz und stellte damit einen neuen Torrekord für derartige Spiele bei einer Fußball-WM auf. Die Rückkehr der Franzosen nach einem 0:4-Halbzeitstand war nicht zuletzt Michael Olise zu verdanken.

Direkt nach dem Wiederanpfiff erhielt der Flügelspieler des FC Bayern kurz vor dem Strafraum den Ball und spielte einen präzisen Pass auf seinen Teamkollegen Kylian Mbappé, der in der 48. Minute auf 1:4 verkürzte. Während Mbappé den zweiten Treffer vorbereitete, war Olise auch am dritten Tor direkt beteiligt. Er spielte einen Doppelpasse mit dem Real-Stürmer, der den umjubelten Anschluss erzielte.

Mit diesen beiden Assists hat sich der 24-Jährige einen Platz in den Geschichtsbüchern der WM gesichert. Mit insgesamt sieben Assists hat er den alten Rekord von Legende Pelé übertroffen, der bei der WM 1970 sechs Tore vorbereitet hatte und seitdem die Bestmarke hielt.

Diese Leistung ist nicht überraschend: Olise war bereits in der vergangenen Saison mit 19 Assists der beste Vorlagengeber der Bundesliga und bereitete zudem in der Champions League acht Tore vor, wo er sich die Führung mit Vinícius Júnior teilte. Es ist daher wenig verwunderlich, dass er zu den Kandidaten für den Ballon d'Or zählt, denn nur wenige Spieler haben in einer Saison mehr Assists gesammelt.

In der gesamten WM-Geschichte sieht es ähnlich aus. Vor dem Turnier führte Diego Maradona mit acht Vorlagen, doch Lionel Messi überholte ihn im Spiel gegen Ägypten und steht vor dem WM-Finale bei zwölf Assists. Olise belegt derzeit den dritten Platz, den er sich mit dem Polen Grzegorz Lato und der deutschen Legende Pierre Littbarski teilt.

Allerdings lief es in einer Statistik für ihn bei diesem Turnier nicht optimal, denn ihm gelang kein einziger Treffer. Im Spiel gegen England hatte er aus kurzer Distanz die große Chance zum 4:4-Ausgleich, schoss jedoch knapp am rechten Pfosten vorbei. Damit hätte er seinem Team und dem scheidenden Nationaltrainer Didier Deschamps einen versöhnlichen Abschied bescheren können, doch bleibt ihm nur sein WM-Rekord.

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