Mikel Merino führt Spanien ins WM-Halbfinale

Mikel Merino führt Spanien ins WM-Halbfinale

Mikel Merino hat Spanien ins Halbfinale der Fußball-Weltmeisterschaft geschossen. Der Absolut-Fussball-Reporter Vinzent Tschirpke zieht in seiner Analyse Parallelen zu Deniz Undav.

In der Sendung "Die WM-WG" von Absolut Fussball (präsentiert von IPPEN.MEDIA) verglich Tschirpke Merino mit dem DFB-Star Deniz Undav. "Er ist gefühlt ein bisschen der spanische Deniz Undav. Für mich ist er jedoch noch einmal besonderer, da er als Sechser immer wieder entscheidende Spiele beeinflusst", erklärte Tschirpke.

Der Reporter teilte zudem eine amüsante Anekdote aus dem Stadion: "Als er gestern eingewechselt wurde, sagte ich zu einem Kollegen auf der Pressetribüne: Jetzt kommt der torgefährlichste Sechser der Welt." Tschirpke sollte recht behalten: Merino erzielte in der 88. Minute das entscheidende Tor zum 2:1-Endstand. Damit steht Spanien im Halbfinale der WM 2026.

Der Vergleich mit Undav ist naheliegend. Der Stürmer von VfB Stuttgart war bei dieser WM der einzige Lichtblick für die deutsche Nationalmannschaft, erzielte drei Tore und bereitete zwei weitere vor, allesamt als Einwechselspieler. Deutschland schied jedoch im Sechzehntelfinale gegen Paraguay aus. Während Undav als Stürmer für Tore zuständig ist, kommt Merino aus dem defensiven Mittelfeld und entscheidet ebenfalls Spiele – das ist der entscheidende Unterschied.

Merino ist mit dieser Rolle vertraut. Bei der EM 2024 erzielte er als Einwechselspieler ein Tor gegen Deutschland und führte die Spanier ins Halbfinale. Inzwischen spielt er für den FC Arsenal. "Man gewöhnt sich langsam daran. Ich bin wieder eingewechselt worden und habe kurz vor Schluss das entscheidende Tor erzielt", sagte Merino nach dem Spiel mit einem breiten Grinsen.

Am 14. Juli trifft Spanien in Dallas auf Frankreich. Dieses Duell wird international als vorweggenommenes Finale angesehen. "Frankreich ist bislang die Übermannschaft bei dieser WM – und das zu Recht, mit diesen Namen und dieser Offensive. Ich sehe Frankreich jedoch nicht unbedingt als klaren Favoriten gegen Spanien, da die Spanier als Kollektiv unglaublich dominant spielen", so Tschirpke.

Mit diesem Erfolg steht Spanien erstmals seit dem WM-Titel 2010 wieder unter den besten vier Mannschaften der Weltmeisterschaft. Damals gewann die Mannschaft durch Geschlossenheit und nicht durch Einzelkönner. Sechzehn Jahre später zeigt sich ein ähnliches Bild, wobei diesmal ein Sechser namens Merino immer dann zur Stelle ist, wenn es darauf ankommt.

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