Neuer Ansatz für Gehaltsverhandlungen im Profi-Fußball

Neuer Ansatz für Gehaltsverhandlungen im Profi-Fußball

Verhandlungen mit Profi-Fußballern ziehen sich oft in die Länge, insbesondere wenn es um finanzielle Fragen geht. Der FC Bayern München hat in dieser Hinsicht viel Erfahrung.

München – Professor Julian Molina, ein systemischer Business-Coach und Experte für Gehaltsverhandlungen, hat im Interview mit Absolut Fussball, dem Fußballportal von Home of Sports, betont, dass deutsche Profi-Klubs ihre Verhandlungsstrategien überdenken sollten.

„Der zentrale Punkt ist, dass die Vereine zu einer leistungsgerechten und flexiblen Vertragsgestaltung zurückkehren“, erklärt Molina und bezieht sich dabei auf die oft langwierigen Vertragsverhandlungen beim FC Bayern. Er gibt eine allgemeine Empfehlung für alle deutschen Top-Klubs: „Entfernt euch von blindem Vertrauensvorschuss mit langen Vertragslaufzeiten und hohem Grundgehalt. Verfolgt stattdessen wieder mehr das Prinzip von Pay-for-Performance, wie es in der freien Wirtschaft auf Top-Management-Ebene gehandhabt wird.“

Der Münchner erläutert weiter: „Ein Verein sollte vermeiden, mit einem Spieler einen langfristigen Vertrag abzuschließen, ohne dass eine entsprechende Leistung zugesichert wird. Jeder Fußball-Fan weiß, dass Spieler Formschwankungen unterliegen, aber genau das sollte in den Verträgen stärker berücksichtigt werden.“

Molina sieht in der Anpassung der Verhandlungsphilosophie eine große Chance für die Vereine: „Es ist natürlich einfacher gesagt als getan, aber wenn das Modell aus der freien Wirtschaft auf den Profi-Fußball übertragbar wäre, könnte es sogar den Teamgeist stärken. Finanzielle Anreize könnten stärker an Erfolge gekoppelt werden, was dazu führen würde, dass alle Spieler noch mehr investieren, um gemeinsam das Beste für alle herauszuholen.“

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