Nicolas Jackson verpasst Bundesliga-Rückkehr nach Afrika-Cup-Halbfinaleinzug
Nicolas Jackson hat mit der senegalesischen Nationalmannschaft den Einzug ins Halbfinale des Afrika-Cups gesichert, jedoch hatte der Bayern-Stürmer nur einen geringen Einfluss auf diesen Erfolg.
Der FC Bayern München muss beim Bundesliga-Rückstart nach der Winterpause auf Nicolas Jackson verzichten. Der 24-Jährige ist mit Senegal ins Halbfinale des Afrika-Cups eingezogen und wird somit im Spiel gegen den VfL Wolfsburg am Sonntag nicht zur Verfügung stehen. Jackson trug allerdings nicht aktiv zum Halbfinaleinzug seines Heimatlandes bei.
Im Viertelfinale gegen Mali kam Jackson nicht zum Einsatz und musste 90 Minuten zuschauen, während sich die Senegalesen beim knappen 1:0 sehr anstrengen mussten. Anstelle des 24-Jährigen spielten Ex-Bayern-Star Sadio Mané, Habib Diallo und Iliman Ndiaye im 4-3-3-System von Nationaltrainer Pape Thiaw.
Der Favorit behielt in vielen Phasen des Spiels die Kontrolle und profitierte von einem entscheidenden Fehler des malischen Torhüters Djigui Diarra. In der 27. Minute erzielte Ndiaye, Spieler des englischen Erstligisten FC Everton, den einzigen Treffer der Begegnung. Lamine Camara hätte in der Schlussphase für die Vorentscheidung sorgen können, traf jedoch nur den Pfosten. So blieb die Partie bis zum Abpfiff spannend, ohne dass Mali den Ausgleich erzielen konnte.
Jackson hat im laufenden Turnier bisher zwei Tore in drei Spielen erzielt. In allen drei Partien wurde er von Thiaw in die Startaufstellung berufen. Im ersten Gruppenspiel gegen Botswana erzielte Jackson gleich zwei Tore, während er im Spiel gegen die Demokratische Republik Kongo immerhin 81 Minuten auf dem Platz stand und einen Meilenstein erreichte. Doch bereits am dritten Gruppenspieltag fand er sich auf der Bank wieder und wurde im Verlauf des Spiels nicht eingesetzt.
Im Achtelfinale durfte die Leihgabe vom FC Chelsea dann zwar wieder für knapp 50 Minuten spielen und konnte eine Vorlage beisteuern. Der Grund für die unregelmäßigen Einsätze beim Afrika-Cup ist offensichtlich: Senegal kann auf eine große Tiefe an Offensivspielern zurückgreifen, allen voran auf Leistungsträger Mané, der aktuell beim Cristiano-Ronaldo-Klub Al-Nassr in Saudi-Arabien unter Vertrag steht.
Der knappe Erfolg Senegals reichte letztlich aus, um das Halbfinalticket zu sichern. Nun richtet sich der Blick nach vorn: In der nächsten Runde wartet entweder Rekordsieger Ägypten oder Titelverteidiger Elfenbeinküste. Ob Nicolas Jackson dann eine größere Rolle spielen wird, bleibt abzuwarten. Bisher konnte der 24-Jährige im laufenden Turnier wenig Werbung für sich machen, insbesondere im Hinblick auf ein mögliches langfristiges Engagement beim deutschen Rekordmeister.