Nicolas Jacksons Leihe zum FC Bayern: Ein besonderes Duell mit Chelsea
Das bevorstehende Duell gegen Chelsea wird für Nicolas Jackson zu einem ganz besonderen Ereignis. Der Stürmer trifft nicht nur auf seinen ehemaligen Klub, sondern spielt auch eine zentrale Rolle in den Zukunftsplänen des FC Bayern.
Nach einem zähen Ringen landete Jackson schließlich in München. Am Deadline Day sicherte sich der FC Bayern die Dienste des senegalesischen Spielers für eine Saison auf Leihbasis vom FC Chelsea, wobei die offiziell genannte Gebühr bei 16,5 Millionen Euro lag.
Uli Hoeneß gab jedoch kürzlich zu Protokoll, dass der tatsächliche Betrag geringer ausfällt: „Wenn sich jemand über die Leihgebühr aufregt: Er hat nicht 16,5 Millionen Euro gekostet, weil der Spieler und sein Berater drei Millionen übernommen haben. Das heißt, der Spieler kostet 13,5 Millionen.“
Zusätzlich äußerte Hoeneß sich zur Kaufpflicht, die Teil des Deals ist. Demnach müsste Jackson 40 Startelfeinsätze absolvieren, damit diese Klausel greift. „Die macht er nie, da brauchen Sie sich keine Sorgen machen“, so der Ehrenpräsident des Rekordmeisters.
Eine Rückkehr nach London scheint jedoch unwahrscheinlich. Berater Diomansy Kamara erklärte bei Canal Plus: „Definitiv nicht.“ Stattdessen liegt der Fokus auf der laufenden Saison beim FC Bayern: „Wir wollen eine gute Saison mit Bayern haben und schauen danach, was das Beste für ihn ist. Bayern hat auf jeden Fall Priorität.“
Eine dauerhafte Lösung für Jackson ist nach wie vor möglich. Laut der Sport BILD gibt es eine Vereinbarung zwischen Bayern, Chelsea und der Spielerseite, im Falle einer erfolgreichen Saison im Frühjahr erneut zu verhandeln. Die Münchner streben an, den festgeschriebenen Preis von 65 Millionen Euro deutlich zu reduzieren.
Ein solches Modell könnte durchaus erfolgreich sein, wie Borussia Dortmund im Sommer demonstrierte. Auch beim Transfer von Carney Chukwuemeka war die ursprünglich vereinbarte Kaufoption für die Schwarz-Gelben zu hoch. Nach langen Verhandlungen sank die Ablöse von 35 auf 20 Millionen Euro – ein Erfolg, der nun als Blaupause für den FC Bayern dienen könnte.
Für die Bayern wäre ein ähnlicher Ansatz mit Jackson ein attraktives Szenario. Der 24-Jährige möchte sich in München beweisen und bringt mit seiner Dynamik sowie Vielseitigkeit Qualitäten mit, die den Kader in der Offensive bereichern. Gleichzeitig könnten die Verantwortlichen Zeit gewinnen, um eine finanzielle Lösung abseits der starren Klausel zu finden. (Dieser Artikel entstand in Kooperation mit FCBinside.de)