Nicolas Jacksons mögliche Abwesenheit beim FC Bayern wegen Afrika-Cup
Nicolas Jackson, der neue Stürmer des FC Bayern, könnte aufgrund seiner Teilnahme am Afrika-Cup in Marokko Anfang des Jahres bis zu vier Bundesliga-Spiele verpassen. Der Senegalese wechselte am Deadline Day von Chelsea nach München.
Kaum war der 24-Jährige in München vorgestellt, reiste er sofort weiter, um mit der senegalesischen Nationalmannschaft an zwei wichtigen WM-Qualifikationsspielen teilzunehmen. In dieser Länderspielpause trifft Senegal auf den Sudan und die DR Kongo. Auch in den kommenden Monaten wird Jackson regelmäßig für sein Heimatland im Einsatz sein, was mit weiten Reisen verbunden ist.
Aktuell belegt Senegal in der Qualifikationsgruppe B den zweiten Platz, nur einen Punkt hinter der DR Kongo. Für Bayern bedeutet dies, dass Jackson nicht nur in München, sondern auch auf internationaler Ebene eine entscheidende Rolle spielen wird.
Besonders problematisch könnte der Afrika-Cup werden, der vom 21. Dezember 2025 bis 18. Januar 2026 in Marokko stattfindet. Jackson gilt als einer der Schlüsselspieler der Teranga-Löwen und wird voraussichtlich nominiert. Sollte Senegal wie erwartet weit im Turnier kommen, müsste der FC Bayern bis zu vier Bundesliga-Partien ohne seinen neuen Angreifer bestreiten.
Im schlimmsten Fall verpasst Jackson die Spiele gegen Heidenheim, Wolfsburg, Köln und Leipzig. Zudem fällt der Wettbewerb mitten in die Vorbereitungsphase auf die Champions-League-K.o.-Runde. Besonders brisant: Bereits drei Tage nach einem möglichen Endspiel am 18. Januar steht für die Münchner das Königsklassen-Duell mit Union Saint-Gilloise an.
Erreicht Senegal das Viertelfinale, hätte Jackson zudem keine Möglichkeit, sich eine Pause zu gönnen, da die Runde der letzten Acht für den 9./10. Januar 2026 angesetzt ist – genau zu dem Zeitpunkt, an dem die Bundesliga ihren Spielbetrieb nach der kurzen Winterunterbrechung wieder aufnimmt. Dies könnte für den Bayern-Stürmer zu einem echten Belastungstest werden.
Bei einem frühzeitigen Ausscheiden Senegals in der Gruppenphase würde Jackson lediglich das Auswärtsspiel in Heidenheim verpassen. Dieses Szenario gilt jedoch als äußerst unwahrscheinlich: Senegal gewann 2022 den Afrika-Cup und zählt auch diesmal zu den Favoriten. Bei der letzten Ausgabe scheiterte die Mannschaft erst im Achtelfinale nach Elfmeterschießen am späteren Sieger Elfenbeinküste.
Ein positiver Aspekt ist, dass das Turnier in dieser Saison ausnahmsweise schon im Dezember und Januar stattfindet und nicht wie in den Vorjahren mitten in der Rückrunde. Dadurch kollidiert der Afrika-Cup zwar weiterhin mit dem Bundesliga-Spielplan, jedoch in einem deutlich geringeren Umfang.
Trotzdem ist klar, dass Jacksons Winter-Einsatz für den FC Bayern ein Risiko darstellt. Der Offensiv-Neuzugang soll Harry Kane entlasten und die offensive Breite erhöhen. Fehlt er zu Beginn der entscheidenden Phase, könnte der ohnehin schmale Kader von Vincent Kompany erneut an seine Grenzen stoßen.