Nnamdi Collins: Ein heißes Talent für die Premier League

Nnamdi Collins: Ein heißes Talent für die Premier League

Nnamdi Collins hat sich bei Eintracht Frankfurt ins Blickfeld der Premier League gespielt. Der Nationalspieler wird jedoch kein Schnäppchen sein.

Frankfurt – Premier-League-Klubs zeigen traditionell großes Interesse an der Bundesliga, und Eintracht Frankfurt steht dabei besonders im Fokus. Berichten englischer Medien zufolge haben Arsenal, der FC Liverpool, Manchester City, Newcastle United, der FC Brentford und Brighton & Hove Albion ihr Interesse an dem 22-Jährigen bekundet.

Bei Eintracht Frankfurt ist kein Spieler unverkäuflich. Das Geschäftsmodell des Vereins sieht vor, Talente günstig zu verpflichten, sie zu entwickeln und dann gewinnbringend zu verkaufen. Collins wechselte im Sommer 2023 für etwa 700.000 Euro von Borussia Dortmund zur Eintracht. Sportvorstand Markus Krösche verpflichtete ihn ohne Weiterverkaufsbeteiligung oder Bonuszahlungen.

Nach exklusiven Informationen des Fußballportals Absolut Fussball müsste ein potenzieller Käufer zwischen 35 und 40 Millionen Euro auf den Tisch legen. Collins hat keinen Ausstiegsklausel und ist bis 2030 an den Verein gebunden, nachdem der Vertrag im Winter 2024 strategisch um zwei Jahre verlängert wurde.

Sportdirektor Timmo Hardung erklärte damals: „Nnamdi Collins ist ein hervorragendes Beispiel dafür, wie wir als Verein jungen Talenten einen klaren Entwicklungsplan aufzeigen und diesen umsetzen können. Seit seinem Wechsel hat Nnamdi hart an sich gearbeitet und die nötige Geduld und Bereitschaft mitgebracht.“

Collins hat sich zudem durch Resilienz ausgezeichnet. Seine Karriere verlief nicht geradlinig, da er beim BVB nicht optimal gefördert wurde und nach Frankfurt wechselte. Ursprünglich sollte er nach Österreich oder in die Niederlande ausgeliehen werden, doch diese Optionen scheiterten. Der Abwehrspieler blieb in Frankfurt und kämpfte sich von der zweiten Mannschaft bis zu den Profis hoch.

Im Sommer 2024 wollte Miroslav Klose ihn zum 1. FC Nürnberg holen, doch Krösche verhinderte den Wechsel. Collins entwickelte sich im Laufe der Saison zur „kleinen Maschine“ und hat bereits 60 Pflichtspiele für die Eintracht absolviert. Trotz einer schwierigen Phase, die durch eine Nominierung von Bundestrainer Julian Nagelsmann verstärkt wurde, in der das DFB-Team in der Slowakei mit 0:2 verlor, hat er sich zurückgekämpft.

Wie das gesamte Team fiel auch Collins in ein Formtief. Besonders die hohen Niederlagen in der Champions League belasteten die Mannschaft. Dennoch zeigt er beeindruckende Fähigkeiten, Fehler schnell abzulegen. In Hamburg (1:1) lieferte er eine präzise Vorlage vor dem Ausgleich, und in Bremen (3:3) erzielte er mit einer energischen Leistung die zwischenzeitliche Führung.

Collins bringt enorme Power mit und kann sowohl als Innen- als auch als Außenverteidiger agieren. Trainer Albert Riera scheint zunehmend von ihm überzeugt zu sein. Collins überzeugte als Einwechselspieler gegen Borussia Mönchengladbach (3:0) und zeigte auch bei der 2:3-Niederlage in München eine souveräne Leistung.

Obwohl er beim Führungstreffer besser hätte klären können, ließ sich Collins nicht entmutigen. Er gewann acht von zwölf Zweikämpfen, hatte drei erfolgreiche Tacklings und eine Passquote von 92 Prozent. Diese Werte sind beeindruckend. Collins wird ruhiger in seinen Aktionen und verbessert damit auch seine Entscheidungsfindung.

Bereits in jüngeren Jahren stand Collins auf den Listen englischer Teams. Der FC Chelsea, Manchester City und Liverpool hatten Interesse an ihm, haben ihn jedoch nie aus den Augen verloren. Ob er bereits bereit für einen Wechsel in diese Kategorie ist, bleibt fraglich.

Als junger Spieler ist er noch anfällig für Schwankungen. Wer bei Liverpool oder Arsenal erfolgreich sein möchte, muss konstant auf höchstem Niveau spielen. Daher könnten Clubs wie Brentford oder Brighton, das von dem deutschen Trainer Fabian Hürzeler geleitet wird, bessere Optionen für ihn sein, da der Druck dort geringer ist und die Spieler mehr Zeit für ihre Entwicklung haben.

Ein Verbleib in Frankfurt ist ebenfalls möglich. Collins ist in der Mannschaft anerkannt und gibt in jeder Trainingseinheit sein Bestes. Mit einer Höchstgeschwindigkeit von bis zu 34,8 km/h bringt er beeindruckende physische Qualitäten mit. Sollte Riera weiterhin auf ihn setzen und Eintracht Frankfurt das internationale Geschäft erreichen, könnte ein weiteres Jahr in Frankfurt auch für ihn vorteilhaft sein.

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