Noel Aseko wechselt zur Eintracht Frankfurt
Noel Aseko wechselt für 12 Millionen Euro vom FC Bayern München zur Eintracht Frankfurt und hat einen Vertrag bis zum Jahr 2031 unterschrieben. Gleichzeitig führt Frankfurt Gespräche mit dem FC Brügge über Raphael Onyedika.
Der 20-jährige Aseko, in Berlin geboren und bei der Hertha ausgebildet, beschreibt sich selbst als aufgeweckt und humorvoll. „Ich bin immer gut drauf“, sagt der jüngste Neuzugang der Eintracht und lächelt. „Ich bin lustig.“ Diese positive Einstellung möchte er in seine neue Umgebung in Frankfurt einbringen, wo er bis 2031 bleiben will. „Ich denke, Ihr werdet viel Spaß mit mir haben“, fügt er hinzu.
Wochenlang verhandelte die Eintracht mit dem FC Bayern München, bevor am Wochenende eine Einigung erzielt wurde. Aseko, der im Mittelfeld vielseitig einsetzbar ist, hat die Positionen Sechs, Acht und gelegentlich Zehn gespielt, kann jedoch auch als rechter Außenverteidiger agieren. Sportdirektor Timmo Hardung beschreibt ihn als „jungen deutschen Spieler mit viel Talent“ und hebt hervor: „Die Zukunft liegt vor ihm.“ Aseko selbst sieht den Wechsel als wichtigen Schritt in seiner Karriere an und hebt die Vorzüge von Frankfurt hervor: „Überragende Fans, ein hervorragendes Stadion, eine tolle Stadt.“
Vor seinem Wechsel war Aseko an den Zweitligisten Hannover 96 ausgeliehen, wo er sich als einer der besten Mittelfeldspieler der Liga etablierte. Seine Dynamik und Entschlossenheit im Spiel haben Trainer Adi Hütter überzeugt, der ihn als Sechser sieht.
In Frankfurt wird auch Raphael Onyedika, der resolute Abräumer des FC Brügge, als potenzieller Neuzugang gehandelt. Die Eintracht hat bereits Einigkeit mit dem 25-jährigen nigerianischen Nationalspieler erzielt, während noch über die Ablösesumme mit den Belgiern verhandelt wird. Da Onyedika nur noch ein Jahr Vertrag hat, könnte die Ablösesumme im niedrigen zweistelligen Millionenbereich liegen. Dies wäre ein bedeutender Transfer, da der Mittelfeldspieler Mentalität und Resilienz mitbringt.
Im Gegensatz dazu stehen die Verhandlungen mit dem Karlsruher Offensivspieler Ben Farhat noch am Anfang. Die Eintracht und die Badener liegen bei der Ablösesumme noch auseinander; die Frankfurter sind nicht bereit, 10 Millionen Euro für den 19-Jährigen zu zahlen. Zudem hat die Eintracht derzeit andere Prioritäten, da der Kader verkleinert und möglicherweise auch Abwehrspieler verpflichtet werden müssen. Ob Farhat tatsächlich bald für die Eintracht spielen wird, bleibt fraglich.
In jedem Fall ist Sportvorstand Markus Krösche stark beschäftigt. Sein Fokus sollte nun wieder auf dem Sport liegen, nachdem die Nebengeräusche rund um ein umstrittenes Grundstücksgeschäft in Kroatien, das er nicht offengelegt hatte, lauter wurden. Krösche, der unter Druck steht, weist einen Interessenkonflikt zurück, gesteht jedoch ein: „Im Nachhinein wäre mehr Offenheit, insbesondere gegenüber dem Aufsichtsrat, klüger gewesen. Das war mein Fehler, und ich würde es heute anders handhaben“, erklärte er dem Kicker. Die Verantwortlichen der Eintracht hoffen nun auf innere Ruhe nach der medialen Berichterstattung der letzten Woche. Wie die Zukunft von Markus Krösche in Frankfurt aussehen wird, bleibt abzuwarten.