Olaf Thon kritisiert Ben Manga und lobt Schalke's neue sportliche Leitung

Olaf Thon kritisiert Ben Manga und lobt Schalke's neue sportliche Leitung

Gelsenkirchen – Der FC Schalke 04 erlebt sportlich endlich wieder positive Entwicklungen, doch hinter den Kulissen sorgt eine Personalie weiterhin für Diskussionen. Klub-Legende Olaf Thon hat klare Worte für den ehemaligen Kaderplaner Ben Manga gefunden.

Nach Jahren des Abstiegskampfs hat sich der Traditionsverein in der 2. Bundesliga stabilisiert und mischt wieder im oberen Tabellendrittel mit. Während sich die Mannschaft sportlich verbessert, sorgt der Abschied von Kaderplaner Ben Manga für Gesprächsstoff. Thon äußerte sich im Gespräch mit ran.de zur Situation: „Der Aufsichtsrat hat zunächst reagiert und Frank Baumann als neuen Sportvorstand verpflichtet. Dadurch konnten die nächsten Schritte eingeleitet werden, wie die Verpflichtung des Trainers und die Entlassung von Ben Manga im Bereich Scouting.“

Für Thon war die Trennung von dem ehemaligen „Perlentaucher“ ein notwendiger Schritt: „Das Thema zieht sich schon länger hin und war absehbar. Wenn man zweimal im Abstiegskampf zur 3. Liga steckt, läuft etwas falsch.“ Er kritisierte Mangas Transferpolitik und seine Einmischung in die Trainerarbeit. „Er hat teilweise dem Trainer nahegelegt, Spieler aufzustellen, die er geholt hatte, und sich aktiv in die Trainerarbeit eingemischt“, so der Weltmeister von 1990.

Darüber hinaus habe es „unglückliche Aussagen und Missverständnisse in der Zusammenarbeit“ gegeben. Sein klares Urteil lautet: „Ein Kaderplaner sollte sich seiner Rolle bewusst sein und sich entsprechend verhalten. Frank Baumann hat daher die Reißleine gezogen.“

Lobende Worte fand Thon hingegen für die aktuelle sportliche Leitung. Baumann habe mit Trainer Miron Muslic einen Glücksgriff gelandet: „Er leistet ehrliche Arbeit und hat in kurzer Zeit seine Handschrift erkennbar gemacht.“ Auch das Team habe sich stabilisiert: „Der Trainer hat es geschafft, gemeinsam mit seinem Team eine Mannschaft aufs Feld zu schicken, die in jedem Spiel alles gibt. Der Einsatz stimmt, der Zusammenhalt ist ebenfalls vorhanden.“

Trotz der positiven Entwicklung möchte Olaf Thon jedoch keine Aufstiegseuphorie aufkommen lassen. „Wie ich hörte, ist die Einstellung des Trainers und der Verantwortlichen ähnlich: Ball flach halten“, sagte der Ex-Profi. „Die Parole nach den zwei missglückten Saisons war: einstelliger Tabellenplatz. Nach zwei schwierigen Jahren mit Abstiegskampf wäre ein einstelliger Tabellenplatz ein Erfolg. Alles andere kommt, wenn es kommt.“ (Dieser Artikel entstand in Kooperation mit schalketotal)

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