Ousmane Dembélé: Vom Talent zum Weltstar

Ousmane Dembélé: Vom Talent zum Weltstar

Ousmane Dembélé, einst ein vielversprechendes Talent bei Borussia Dortmund, hat sich zum besten Spieler der Welt entwickelt. Sein ehemaliger Trainer Peter Bosz, der den Franzosen 2017 kurzzeitig betreute, blickt auf diese bemerkenswerte Karriere zurück.

Der Gewinn des Ballon d'Or durch Dembélé hat in der Fußballwelt für großes Aufsehen gesorgt. Bosz, der Dembélé in seinen frühen Jahren erlebte, äußert sich überrascht und erfreut über die Auszeichnung seines ehemaligen Schützlings. „Das habe ich ehrlich gesagt nicht erwartet, aber er ist einer der besten Spieler, mit denen ich je gearbeitet habe“, sagte Bosz in einem Interview mit der niederländischen Zeitung Telegraaf.

Dembélés außergewöhnliche Ballfertigkeiten waren bereits in Dortmund offensichtlich. „Was er mit dem Ball anstellen konnte, war wirklich sensationell. Ich wusste ehrlich gesagt nicht, ob er Links- oder Rechtsfuß ist. Sein Dribbling war beispiellos“, erinnert sich Bosz.

Trotz dieser technischen Brillanz galt Dembélé in seiner Jugend als unstrukturiert und unzuverlässig. „Er war noch ein ganz junger Kerl, privat sehr unstrukturiert. Er kam oft zu spät“, gesteht Bosz. Nach seinem umstrittenen Wechsel zu Barcelona konnte Dembélé sein Potenzial lange Zeit nicht ausschöpfen. Verletzungen und eine oft als unprofessionell beschriebene Einstellung behinderten seine Entwicklung.

Mit seinem Wechsel zu Paris Saint-Germain im Jahr 2023 änderte sich jedoch alles. „Erst bei Paris Saint-Germain hat er sein volles Potenzial erreicht“, so Bosz. Besonders beeindruckt zeigte sich der Trainer von Dembélés Leistungen im Pressing, wie er im Finale gegen Inter Mailand unter Beweis stellte: „Wenn Sie mich in Dortmund gefragt hätten, ob ich gedacht hätte, dass er jemals so Druck machen würde, hätte ich das verneint. Aber er hat es getan.“

Es scheint, dass Paris die richtige Adresse für den Franzosen ist. „Ich habe verstanden, dass seine Teamkollegen ihm dort geholfen haben, weil er immer noch zu spät kam. Mit Wecker und Koch, der ihn begleitete, damit er McDonald's und Pizza meidet und gut isst“, berichtet Bosz. Trotz seiner Eskapaden habe sich Dembélé auch beim BVB nie wie ein Star verhalten. „Er war ein sehr ruhiger, sanfter Junge, dem die Struktur fehlte, die ein Topfußballer braucht“, fügt er hinzu.

In diesem Jahr gewann Dembélé mit PSG zahlreiche Titel, darunter die Champions League und den UEFA-Supercup. Der Ballon d'Or krönt nun seine beeindruckende Entwicklung. Bosz ist stolz auf die Fortschritte seines ehemaligen Schützlings und betont die Bedeutung von Disziplin und Unterstützung für Dembélés Erfolg.

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