Peter Neururer äußert Bedenken über Albert Riera als Trainer von Eintracht Frankfurt
Peter Neururer hat erhebliche Zweifel an der Verpflichtung von Albert Riera als Trainer von Eintracht Frankfurt geäußert. Der Kultcoach warnt vor möglichen Risiken und bezeichnet die Entscheidung als heikles Experiment in der Bundesliga.
In Frankfurt am Main sorgt der Trainerwechsel bei Eintracht Frankfurt für Diskussionen und Skepsis, insbesondere von Seiten des ehemaligen Bundesliga-Trainers Neururer. Er äußert Bedenken hinsichtlich der Verpflichtung von Riera, der kürzlich Dino Toppmöller in der Mainmetropole abgelöst hat. Neururer sieht in diesem Schritt vor allem ein Risiko.
Markus Krösche, der Sportvorstand der SGE, setzt mit Riera auf einen Trainer, der in Deutschland weitgehend unbekannt ist. Obwohl der Spanier als Spieler einen Namen gemacht hat, fehlt es nach Neururers Ansicht an einer soliden Grundlage als Trainer. „Als Spieler bekannt, als Trainer gänzlich unbekannt – für uns, die sogenannten Experten auf jeden Fall“, schreibt Neururer in seiner Kolumne „Neururer redet Tacheles“ auf wettfreunde.net und verweist auf die große Unsicherheit, die mit dieser Personalentscheidung verbunden ist.
Neururer hebt zudem das spezielle Umfeld in Frankfurt hervor. Der Verein sei ein anspruchsvoller Klub mit eigenem Charakter, den er als „Diva – mehr oder weniger“ bezeichnet. Deshalb müsse ein Trainer sowohl fachlich als auch menschlich und kommunikativ überzeugen, um die Mannschaft zu erreichen. Bereits vor einigen Wochen hatte Neururer Bedenken hinsichtlich des Trainerwechsels geäußert.
Zusätzlich gibt es weitere Bedenken bezüglich der Verpflichtung des Spaniers. Riera spricht kein Deutsch, was im modernen Profifußball zwar nicht ungewöhnlich ist, jedoch für ihn ein potenzielles Problem darstellen könnte. Während viele Dinge auf Englisch funktionieren, stellt Neururer in Frage, ob dies ausreicht, um in schwierigen Phasen eine echte Nähe zur Mannschaft herzustellen.
Ein weiterer Punkt ist, dass Riera ein völlig anderer Trainertyp als sein Vorgänger Dino Toppmöller sein soll. Laut Neururer geht damit eine große Ungewissheit einher, ob die Mannschaft positiv auf diesen Stilwechsel reagiert. „Mal schauen, ob die Mannschaft da gut drauf reagiert“, bemerkt der 70-Jährige und verweist auf die Unberechenbarkeit solcher Umbrüche.
Abschließend äußert der Kulttrainer ein ungutes Gefühl. Sollte es sportlich nicht gut laufen, wird sich Krösche erklären müssen. Denn auf Trainer zu setzen, deren Arbeitsweise und Fähigkeit im Umgang mit der Mannschaft ungewiss sind, bezeichnet Neururer als „ein heikles Spielchen“.