Peter Schepull: Ein Verlust für den Schweizer Fußball

Peter Schepull: Ein Verlust für den Schweizer Fußball

Der ehemalige Schweizer Nationalspieler Peter Schepull, der zweimal Schweizer Meister wurde, ist im Alter von 61 Jahren verstorben.

München – Peter Schepull, ein herausragender Nationalspieler und zweifacher Schweizer Meister, ist unerwartet verstorben. Wie der Schweizerische Fussballverband (SFV) bekannt gab, kam sein Tod überraschend und hinterlässt eine große Lücke in der Schweizer Fußballlandschaft.

Schepull begann seine Karriere beim FC Rapperswil-Jona, wo er in der Saison 1982/83 als Innenverteidiger auf sich aufmerksam machte. Mit 24 Toren in der Meisterschaft und vier im Cup empfahl er sich eindrucksvoll für höhere Aufgaben. Der Grasshopper Club Zürich, damals Schweizer Meister, erkannte sein Talent und verpflichtete ihn im Sommer 1983.

Sein Debüt bei GC konnte kaum spektakulärer sein: Bereits vor seinem ersten NLA-Spiel stand er im Europacup der Landesmeister auf dem Platz – vor rund 80.000 Zuschauern im Duell gegen Dynamo Minsk. Am Ende seiner ersten Saison krönte Schepull seine Zeit bei den Zürchern mit dem Schweizer Meistertitel 1984.

Nach seiner Zeit bei GC wechselte Schepull zum SC Zug und anschließend zum FC Wettingen. Mit den Aargauern erlebte er ein unvergessliches Kapitel seiner Karriere: das denkwürdige Europacupduell gegen Diego Maradona und die SSC Napoli. Später wechselte er zu Servette FC, wo er in der Saison 1993/94 seinen zweiten Schweizer Meistertitel feiern durfte. Insgesamt bestritt Schepull für GC, FC Wettingen und Servette über 200 NLA-Spiele.

Auf internationaler Ebene absolvierte Schepull 22 Länderspiele für die Schweizer Nationalmannschaft und erzielte dabei ein Tor. Sein Debüt gab er an einem besonderen Tag: dem 7. Juni 1989, seinem 25. Geburtstag, beim 0:1 in Bern gegen die damalige Tschechoslowakei, als Paul Wolfisberg und Uli Stielike die Nationalmannschaft interimistisch coachten.

In seiner Heimatregion rund um Rapperswil-Jona wird Schepull vor allem als bodenständiger Fußballer in Erinnerung bleiben, der seinen Weg vom regionalen Fußball bis in die Nationalmannschaft selbst erarbeitet hat. Er verkörperte eine Generation von Spielern, die mit Fleiß und Leidenschaft den Schweizer Fußball prägten. Der Schweizer Fußball verliert mit Peter Schepull eine prägende Persönlichkeit.

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