Ragnar Ache: Aufblühen beim 1. FC Köln nach enttäuschter Zeit in Frankfurt

Ragnar Ache: Aufblühen beim 1. FC Köln nach enttäuschter Zeit in Frankfurt

Der Angreifer Ragnar Ache erlebt derzeit eine erfolgreiche Phase beim 1. FC Köln, nachdem er zuvor eine enttäuschende Zeit bei Eintracht Frankfurt hatte, von der er nun endgültig Abstand nimmt.

Frankfurt – Es gibt Spieler, die ihren Platz im Profifußball erst nach einigen Umwegen finden müssen. Ragnar Ache ist einer von ihnen. Der gebürtige Frankfurter zog im Alter von zehn Jahren in die Niederlande, wo er bei Sparta Rotterdam seine ersten Schritte im Profifußball machte. 2020 kehrte er voller Vorfreude zu Eintracht Frankfurt zurück. Doch trotz des Europa-League-Triumphes 2022, zu dem er in drei Kurzeinsätzen beitrug, konnte sich der Stürmer in zwei Jahren bei der SGE nicht durchsetzen.

In einem Interview mit kicker äußert der 27-Jährige nun, dass er dieses Kapitel für sich als abgeschlossen betrachtet. Auf die Frage, ob er jemals wieder für Frankfurt spielen würde, antwortet Ache klar: „Das habe ich hinter mir gelassen. Ich bin sehr glücklich hier in Köln. Fürs Erste ist meine Frankfurt-Zeit vorbei.“ Dies ist eine deutliche Ansage des Angreifers, der beim 1. FC Köln nun aufblüht.

Den Weg dorthin beschreibt Ache als bewussten Prozess. Nach seiner Leihe zur SpVgg Greuther Fürth und zwei starken Jahren beim 1. FC Kaiserslautern, wo er mit 18 Treffern einen neuen Zweitliga-Rekord für die Roten Teufel aufstellte, war der Schritt in die Bundesliga der logische nächste Schritt. „Mein Ziel war es immer, auf möglichst hohem Niveau zu spielen. Als das Angebot vom FC kam, war sofort klar für mich, dass ich das mache“, erklärt Ache.

In der aktuellen Saison hat er beim FC bereits 30 Pflichtspiele absolviert, in denen er acht Tore erzielt und sieben Vorlagen gegeben hat (Stand: 13. April). Darunter befindet sich ein sensationeller Fallrückzieher gegen Hoffenheim, der zum Tor des Monats Februar gewählt wurde. In Köln fühlt sich Ache sichtlich wohl und hat mit Rav van den Berg und Alessio Castro-Montes eine „kleine Holland-Connection“ gebildet, wie er es selbst nennt.

Seiner Geburtsstadt bleibt Ache gegenüber respektvoll. Auf die Frage, warum er damals von Sparta Rotterdam nach Deutschland zurückkehrte, sagt er schlicht: „Wenn man in Frankfurt aufwächst und die Eintracht ruft an, dann sagt man Ja.“ Sportlich wird der frühere U21-Nationalspieler jedoch nicht gerne auf seine enttäuschende Zeit in Frankfurt zurückblicken: In 23 Spielen für die SGE gelangen ihm lediglich ein Tor und eine Vorlage. Der Europa-League-Sieg wird jedoch immer in Erinnerung bleiben.

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