Ragnar Ache fällt voraussichtlich bis Saisonende aus

Ragnar Ache fällt voraussichtlich bis Saisonende aus

Der 1. FC Köln musste am Freitagabend in Hamburg eine schmerzhafte Niederlage hinnehmen. Am Samstag wurde die Verletzung des Stürmers Ragnar Ache diagnostiziert.

In Hamburg wurde Ache von Physiotherapeut Christian Osebold gestützt in Richtung Kabine gebracht. Bereits auf dem Weg dämpfte ein schmerzhafter Gesichtsausdruck seine Hoffnungen. Der Stürmer musste nach etwa 50 Minuten im Spiel gegen St. Pauli ausgewechselt werden.

Bei einem vielversprechenden Konter brach Ache einen Sprint ab und griff sich an den Oberschenkel. Kölns Sportchef Thomas Kessler äußerte sich nach dem Spiel besorgt: „Das sah nicht gut aus. Er war in der Kabine niedergeschlagen. Jetzt müssen wir abwarten, was die Diagnostik ergibt.“

Trotz seiner Verletzung war Ache erleichtert über den erkämpften Punkt. In den letzten Minuten des Spiels lag er mit seinem Handy auf dem Behandlungstisch und beobachtete die Schlussphase: „Nein, was macht ihr? Was machen die? Wir spielen vier gegen drei – und die können das nicht ausspielen“, kommentierte Ache zunächst frustriert, um dann beim Schlusspfiff aufzuatmen.

In der Nacht konnte Ache nicht nach Köln zurückfliegen und machte sich am nächsten Morgen mit dem Bus auf den Weg. Am Nachmittag stand dann eine MRT-Untersuchung an, deren Ergebnis niederschmetternd war. Der FC Köln gab kurz nach 16 Uhr bekannt: „Bittere Nachricht: Ragnar Ache hat sich am Freitagabend eine Muskelverletzung zugezogen und wird voraussichtlich bis zum Saisonende ausfallen. Das hat die MRT-Untersuchung am Samstag ergeben.“

Obwohl eine genaue Diagnose noch aussteht, wurde bereits am Freitagabend von einem Muskelfaserriss gesprochen.

Der Stürmer wird definitiv im Derby gegen Bayer Leverkusen (25. April), bei Union Berlin (2. Mai) und im Heimspiel gegen Heidenheim am 10. Mai ausfallen. Auch für das letzte Spiel bei Bayern München (16. Mai) wird es kaum ausreichen, da Ache nach der Heilung erst wieder ins Training einsteigen muss.

Für den 27-jährigen Stürmer ist dies besonders bitter, da er in dieser Saison von Muskelverletzungen verschont blieb und lediglich ein Spiel aufgrund einer Gehirnerschütterung verpasste. In der aktuellen Spielzeit hat Ache bereits acht Tore erzielt und sieben Vorlagen gegeben.

Im Saisonfinale könnte Youssoupha Niang (20) für Ache einspringen. Er zeigte beim Regionalliga-Spiel gegen den Tabellenführer Fortuna Köln eine herausragende Leistung, erzielte zwei Tore beim 3:0-Sieg des FC II und bereitete ein weiteres Tor vor. Auch der Youngster Fynn Schenten könnte eine Option für die Offensive des Profiteams sein.

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