Rassistische Angriffe auf Mathys Tel nach UEFA-Supercup-Niederlage

Rassistische Angriffe auf Mathys Tel nach UEFA-Supercup-Niederlage

Mathys Tel erlebte im UEFA-Supercup einen enttäuschenden Abend, als er einen entscheidenden Elfmeter verschoss und daraufhin in sozialen Medien rassistischen Angriffen ausgesetzt wurde.

Im Spiel zwischen Tottenham Hotspur und Paris Saint-Germain trat der 20-jährige Ex-Bayern-Stürmer als vierter Schütze an. Tel wählte einen unkonventionellen, kurzen Anlauf, scheiterte jedoch und setzte den Ball am linken Pfosten vorbei. Dies führte zu einer Welle von rassistischen Kommentaren in den sozialen Netzwerken.

Das Finale selbst war äußerst spannend. Tottenham ging früh in Führung und dominierte das Spiel bis zur 84. Minute, als das Team von Trainer Ange Postecoglou mit 2:0 führte. Doch der eingewechselte Kang-In Lee verkürzte für PSG mit einem kraftvollen Flachschuss. In der Nachspielzeit gelang Ousmane Dembélé mit einer präzisen Flanke auf Gonçalo Ramos der Ausgleich per Kopf.

Da es im UEFA-Supercup keine Verlängerung gibt, wurde das Spiel sofort im Elfmeterschießen entschieden. Der Pariser Vitinha verschoss zunächst, während Tottenham-Kapitän Micky van de Ven an PSG-Keeper Lucas Chevalier scheiterte. Nach Tels Fehlschuss war die Entscheidung endgültig zugunsten der Franzosen gefallen, da alle weiteren Schützen trafen und Paris den Titel feierte.

Die Verantwortlichen von Tottenham reagierten am Donnerstagmorgen mit einer klaren Stellungnahme. „Wir sind angewidert von den rassistischen Beleidigungen, die Mathys Tel erhalten hat“, hieß es in der Mitteilung des Vereins. Sie betonten, dass Tel Mut und Tapferkeit bewiesen habe, als er im Finale zum Elfmeterpunkt ging. Die Verfasser der Hetze wurden als „Feiglinge“ bezeichnet. Zudem kündigten die Spurs an, gemeinsam mit den zuständigen Behörden und Social-Media-Plattformen alle rechtlichen Mittel auszuschöpfen, um gegen identifizierte Täter vorzugehen. Die Botschaft an Tel war unmissverständlich: „Wir stehen an deiner Seite, Mathys.“

Dieser Vorfall reiht sich in eine besorgniserregende Serie ein, bei der Spieler nach Fehlern oder Fehlschüssen immer wieder Ziel anonymen Hasses werden. Besonders nach großen Turnieren, wie dem EM-Finale 2021, als Jadon Sancho, Bukayo Saka und Marcus Rashford ihre Elfmeter verschossen, kam es zu ähnlichen Wellen rassistischer Beleidigungen.

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