RB Leipzig führt neue Gehaltsstruktur ein
RB Leipzig hat nicht nur teure Spieler verkauft, sondern auch eine neue Gehaltsstruktur eingeführt. Das Ranking nach dieser Umstrukturierung zeigt signifikante Veränderungen.
Leipzig – Im Sommer hatte RB Leipzig einen erheblichen Aufwand vor sich. Nach einer enttäuschenden Saison, die mit einem siebten Platz und ohne internationales Geschäft endete, war ein Umbruch notwendig, der konsequente Sparmaßnahmen beinhaltete. Sportchef Marcel Schäfer gelang es in den vergangenen Wochen, die Gehaltskosten um 39 Millionen Euro zu reduzieren. Ein Ausreißer bleibt jedoch bestehen.
Während Topverdiener wie Xavi Simons (10 Millionen Euro) und Benjamin Sesko (9 Millionen Euro) den Verein verließen und somit zur finanziellen Entlastung beitrugen, entschied sich Timo Werner, seinen bis 2026 laufenden Vertrag zu erfüllen. Der 29-Jährige lehnte im Sommer alle Angebote ab und steht mit einem Gehalt von 10 Millionen Euro nun an der Spitze. Es bleibt jedoch unklar, ob der Stürmer eine weitere Chance erhält oder die Saison auf der Tribüne verbringen wird.
Die neue Gehaltsstruktur, die Sportchef Marcel Schäfer nach seinem Amtsantritt im August 2024 implementierte, sieht vor, dass kein Spieler mehr als 5 Millionen Euro Grundgehalt verdient. Profis wie Lukas Klostermann oder Amadou Haidara, die laut Bild jeweils noch 5 Millionen Euro verdienen und durch Prämien zusätzlich profitieren können, erhalten jedoch noch Gehalt aus älteren Verträgen. Sie verdienen damit trotz Nebenrollen ähnlich viel wie Stammspieler wie David Raum oder Christoph Baumgartner.
Bei den Neuzugängen wurde die neue Struktur bereits umgesetzt, sodass keiner von ihnen an die 5 Millionen Euro herankommt. Das Einkommen aller sieben Spieler bewegt sich zwischen 1,5 Millionen und 3,5 Millionen Euro, ergänzt durch leistungsbezogene Prämien. Besonders attraktiv ist die Teilnahme an der Champions League, da sie das Gehalt fast verdoppeln kann. Sollte RB jedoch die Königsklasse verpassen, werden 30 Prozent des Grundgehalts abgezogen. So sieht das aktuelle Ranking des geschätzten Bruttogrundgehalts aus:
Auch beim Trainerstab wurde eine Anpassung vorgenommen: Chefcoach Ole Werner erhält 2,5 Millionen Euro, wobei Boni bis zu 3 Millionen Euro möglich sind. Ex-Trainer Marco Rose, der weiterhin Gehalt von Leipzig bezieht, liegt bei 5 Millionen Euro und verdient somit doppelt so viel.