RB Leipzig gewinnt DFB-Pokal, defensiv jedoch mit Nachholbedarf

RB Leipzig gewinnt DFB-Pokal, defensiv jedoch mit Nachholbedarf

RB Leipzig hat im DFB-Pokal mit 4:2 gegen Sandhausen gewonnen, sieht jedoch in der Defensive Verbesserungsbedarf. Cheftrainer Ole Werner betonte, dass der Gegner nicht unterschätzt wurde.

In Sandhausen feierte Ole Werner seinen ersten Pflichtspielsieg als Trainer von RB Leipzig. In der ersten Runde des DFB-Pokals besiegten die Sachsen den Drittliga-Absteiger mit 4:2, nachdem sie in der ersten Halbzeit zweimal in Rückstand gerieten. Auf der Pressekonferenz nach dem Spiel bezeichnete der RB-Coach die Partie als „klassisches Pokalspiel“, übte jedoch auch Kritik und stellte klar, dass sein Team den Gegner keinesfalls unterschätzt habe.

Trotz der zwei Gegentore in den ersten 20 Minuten hob der 37-Jährige zunächst die positiven Aspekte hervor: „Wir haben uns in der zweiten Halbzeit gesteigert, sind zweimal nach Rückstand zurückgekommen und haben einen kühlen Kopf bewahrt. Mit dem Ball hatten wir, meiner Meinung nach, viele gute Aktionen und haben zahlreiche Torchancen herausgespielt.“ Insgesamt gab es für die Leipziger 26 Torschüsse und neun Ecken, jedoch zeigten sich in der Defensive, insbesondere in der ersten Halbzeit, große Defizite, die Werner ebenfalls ansprach.

„Defensiv müssen wir sagen, dass wir vor allem in Umschaltmomenten mit der ersten Halbzeit überhaupt nicht einverstanden waren. Es ging phasenweise viel zu einfach. Sowohl nach Ballverlust waren wir im Gegenpressing nicht wirklich präsent, in der Absicherung schlecht organisiert, und auch im Anlaufverhalten haben wir nicht gut gearbeitet. Wenn das Anlaufen mit langen Bällen überspielt wurde, haben wir einfach keinen guten Job gemacht“, erklärte der Cheftrainer.

Auf die Frage, ob man den Gegner unterschätzt habe, weil er die Partie als „klassisches Pokalspiel“ bezeichnete, stellte Werner klar: „Nein, das glaube ich nicht. Wir haben einfach nicht gut gespielt und waren nicht aufmerksam genug in der Absicherung. Das klassische Pokalspiel bezieht sich darauf, dass der Underdog versucht, durch Umschaltmomente zum Erfolg zu kommen. Darauf waren wir vorbereitet, aber wir waren in vielen Situationen nicht so diszipliniert, wie man es in einem solchen Spiel sein muss. Das bedeutet jedoch nicht, dass wir jemanden unterschätzt haben oder dachten, es würde einfach so gehen. Wir haben einfach nicht gut gespielt und nicht aufgepasst.“

Im Hinblick auf den Bundesliga-Auftakt gegen den FC Bayern München am Freitag um 20:30 Uhr muss vor allem an diesen Punkten gearbeitet werden. Dennoch soll der Fokus nicht ausschließlich auf der Defensivarbeit liegen. „Wir werden versuchen, die Jungs nicht zu überfrachten, aber es muss für jeden klar sein, wie wir uns verhalten wollen. Es wird um andere Verteidigungssituationen gegen die Bayern gehen. Man wird in manchen Momenten defensiver verteidigen müssen, aber dennoch muss man auch Fußball spielen und seine Momente im Ballbesitz finden, was ja auch die Stärke unserer Mannschaft ist. Deshalb geht es um beides“, so Werner.

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