RB Leipzig sichert sich vierten Sieg in Folge gegen Wolfsburg

RB Leipzig sichert sich vierten Sieg in Folge gegen Wolfsburg

Mit viel Einsatz und einer Portion Glück hat RB Leipzig sein viertes Spiel in Folge gewonnen und den VfL Wolfsburg besiegt – trotz eines verschossenen Elfmeters und dem Comeback von Timo Werner.

Leipzig – RB Leipzig bleibt in der Erfolgsspur und schlägt den VfL Wolfsburg. Johan Bakayoko war erneut der entscheidende Spieler: Nach seinem Siegtreffer gegen Mainz erzielte der 22-Jährige auch diesmal das Tor des Tages. Allerdings benötigte Leipzig diesmal viel Glück, da die Wölfe nach der Pause stark auftraten und vehement auf den Ausgleich drängten. Peter Gulacsi verhinderte dies mit einer starken Leistung. Christoph Baumgartner vergab zudem einen Elfmeter, bevor Timo Werner in der Nachspielzeit sein Comeback feierte.

Ole Werner setzte auf die gleiche Startelf wie beim 3:1-Sieg gegen den 1. FC Köln. Dies bedeutete, dass Assan Ouedraogo, der sich in den vergangenen Wochen durch gute Trainingsleistungen empfohlen hatte, erneut überzeugen konnte.

Nach muskulären Beschwerden stand auch Lukas Klostermann wieder im Kader. Antonio Nusa feierte nach einem Unterarmbruch seine ersten Minuten, während Timo Werner in der Nachspielzeit endlich sein langersehntes Comeback bei RB Leipzig gab. Verletzt fehlen mussten Xaver Schlager (Wade), Kosta Nedeljkovic (Knie), Max Finkgräfe (Knie), Amadou Haidara (Trainingsrückstand nach muskulären Beschwerden) und der langzeitverletzte Benjamin Henrichs (Achillessehne).

Von Beginn an drückten die Leipziger extrem hoch und setzten die Gastgeber stark unter Druck. Besonders über die linke Seite von David Raum entstand viel Gefahr, da der Außenverteidiger häufig in den Strafraum flankte. Bereits in der sechsten Minute hätte sich dies beinahe ausgezahlt. Nach einer Ecke spielte Raum kurz auf Assan Ouedraogo, der den Ball prallen ließ, sodass Raums Flanke direkt auf Romulos Kopf kam – jedoch stand der Stürmer bei seinem Treffer knapp im Abseits. Nur zwei Minuten später führte ein Ballverlust von Amoura, der von Raum und Diomande unter Druck gesetzt wurde, zur Führung. Romulo reagierte blitzschnell und legte auf Bakayoko ab, der nach innen zog, Koulierakis tunnelte und flach ins rechte Eck abschloss – sein zweites Saisontor, nachdem er bereits beim 1:0 gegen Mainz getroffen hatte.

Obwohl die Wölfe gelegentlich das Spiel schnell machten – insbesondere Amoura bereitete über die rechte Seite Probleme – ließ Leipzig nicht nach, eroberte die Bälle konsequent zurück und setzte auch bei Ballverlusten sofort nach. Die gefährlichste Szene der Gastgeber klärten Orban und Ouedraogo gemeinsam im Strafraum, als sie sich gleichzeitig in den Schuss warfen. Dabei streifte Ouedraogs Hand den Ball, doch der Schiedsrichter ließ das Spiel weiterlaufen.

Die Wölfe kamen deutlich aggressiver aus der Kabine und setzten die Gäste in den ersten Minuten der zweiten Halbzeit stärker unter Druck. Besonders Amoura und Daghim sorgten über die Flügel für Tempo. Dreimal hatten die Roten Bullen in den ersten zehn Minuten Glück nach Abschlüssen von Amoura, Koulierakis und Wind (47., 53., 55.). Während das Team von Ole Werner die Druckphasen des Gegners erneut gemeinsam überstand, geschah dies diesmal mit weniger Souveränität, da Peter Gulacsi viermal die Führung sicherte. RB fing sich zwischendurch und hätte spätestens in dieser Phase den Deckel draufmachen müssen, denn über Bakayoko und Diomande entstanden immer wieder gefährliche Situationen. David Raum setzte einen Freistoß knapp über das Tor (59.), doch es fehlte an Effizienz.

In der Schlussphase drängte der VfL vehement auf den Ausgleich und erspielte sich in der 74. und 77. Minute zwei große Chancen: Zunächst setzte Pejčinović einen Kopfball an die Latte, kurz darauf vergab Eriksen frei vor dem Tor nach perfektem Zuspiel von Amoura. Auf der Gegenseite verpasste es Christoph Baumgartner, den Sieg endgültig zu sichern – seinen Elfmeter, den Bakayoko herausgeholt hatte, setzte er daneben (90.). So steht Wolfsburg am Ende mit der vierten Niederlage in Folge da, während RB Leipzig den vierten Sieg in Folge feiert und mit breiter Brust, aber auch viel Arbeit, ins Spitzenspiel am kommenden Samstag (15:30 Uhr) gegen Borussia Dortmund geht.

Topics

Related news