RB Leipzig übertrifft finanzielle Ziele während Umbruch
RB Leipzig hat die ersten Schritte seines Umbruchs erfolgreich gemeistert. Marcel Schäfer, der Sportchef des Vereins, hat dabei ein finanzielles Ziel erreicht und sogar übertroffen.
Leipzig – Bei Transfers betont Marcel Schäfer stets, dass sportliche und wirtschaftliche Aspekte in Einklang gebracht werden müssen. Nur wenn beide Faktoren zufriedenstellend sind, sieht sich der Verein in der Lage zu handeln. In diesem Transfersommer stand der Klub vor einer besonderen Herausforderung: ein umfassender Umbruch sollte eingeleitet werden. Das sportliche Ziel war die Rückkehr zur sogenannten RB-DNA, während das finanzielle Ziel eine Gehaltseinsparung von 20 Prozent vorsah. Obwohl der hochbezahlte Timo Werner mit einem Jahresgehalt von zehn Millionen Euro nicht verkauft werden konnte, erzielte Schäfer dennoch bemerkenswerte Ergebnisse.
Wie die Bild berichtet, ist der aktuelle Kader, bestehend aus 29 Spielern, rund 39 Millionen Euro günstiger als in der Vorsaison. Damit hat Schäfer das intern vorgegebene Sparziel deutlich übertroffen. Verschiedene Transferaktivitäten trugen zu dieser positiven Bilanz bei. So wurden Großverdiener wie Xavi Simons (10 Millionen Euro) und Benjamin Sesko (9 Millionen Euro) verkauft. Der Klub verlangte für jeden Spieler zwischen 70 und 80 Millionen Euro, und trotz teils zäher Verhandlungen blieb die Forderung bis zum Schluss bestehen.
Zusätzlich wurden clevere Deals mit verliehenen Spielern wie Eljif Elmas (SSC Neapel), Arthur Vermeeren (Olympique Marseille), Lutsharel Geetruida (AFC Sunderland) und Lois Openda (Juventus Turin) abgeschlossen, wobei die jeweiligen Leihklubs das gesamte Gehalt übernehmen. Im Fall von Openda wurde sogar eine Kaufpflicht von etwa 42 Millionen Euro vereinbart, die greift, wenn Juventus Turin am Saisonende auf einem einstelligen Tabellenplatz landet.
Um die finanzielle Kontrolle strategisch zu behalten, wurde ein neues Vertragsmodell eingeführt. El Chadaille Bitshiabu war im Juni der erste Spieler, der von den neuen Konditionen profitierte. Ab sofort gilt das Erfolgsprinzip mit zwei unterschiedlichen Gehältern: eines für das Erreichen der Champions League und eines für das Verpassen des internationalen Geschäfts. Im zweiten Szenario würde das Gehalt um 30 Prozent reduziert.
Darüber hinaus liegt das Grundgehalt für jeden Spieler künftig bei maximal fünf Millionen Euro. Laut Bild-Infos hat bisher keiner der Neuzugänge dieses Salär erreicht. Conrad Harder und Johan Bakayoko sind mit rund 3,5 Millionen Euro die Bestverdiener. Auch außerhalb des Spielfelds hat der Verein zusätzlich acht Millionen Euro eingespart. Vorstandschef Johan Plenge gelang dies durch die Verschiebung und Verkleinerung von Investitionsprojekten sowie durch eine Reduzierung der Ausgaben.