Ridle Baku über seine Rolle als erfahrener Spieler bei RB Leipzig

Ridle Baku über seine Rolle als erfahrener Spieler bei RB Leipzig

Ridle Baku, der als erfahrener Spieler eine wichtige Rolle im Umbruch von RB Leipzig übernimmt, lobt lieber die jungen Talente im Team als über seine eigenen Führungsqualitäten zu sprechen.

Leipzig – Ridle Baku trat im Januar dieses Jahres RB Leipzig bei und erlebte im Sommer einen umfassenden Umbruch. Mit vielen jungen Spielern, die zum Team stießen, zählt der 27-jährige Rechtsverteidiger nun zu den Routiniers. Nach nur einem dreiviertel Jahr trägt er bereits die Verantwortung, eine Führungsrolle einzunehmen. In einer Medienrunde nach dem öffentlichen Training am Dienstag äußerte er sich zu seiner Rolle und zu den „jungen Wilden“ im Team.

Baku betont, dass er sich nicht vorrangig über seine Führungsqualitäten definiert: „Natürlich kann ich das, aber es ist mir wichtig, dass man immer im Sinne der Mannschaft handelt. Ob ich Kapitän bin oder nicht, spielt für mich keine große Rolle; ich möchte einfach erfolgreich sein.“ Er sieht in David Raum, der in dieser Saison die Kapitänsbinde trägt, einen geeigneten Leader: „Er hat sich definitiv in seiner Persönlichkeit weiterentwickelt. Wir nehmen ihn als Kapitän wahr. Er war schon vorher sehr lautstark, daher muss er sich nicht verstellen, sondern kann so bleiben, wie er ist, und das macht er gut.“

Im Leipziger Profikader sind insgesamt sieben Spieler unter 20 Jahren, darunter die Jugendspieler Viggo Gebbel (17) und Joyeux Masanka Bunghi (18), sowie vier weitere, die gerade erst 20 geworden sind. Baku sieht darin einen Vorteil: „Sie denken vielleicht nicht immer zu viel nach, sie handeln einfach.“ Gleichzeitig weist der viermalige deutsche Nationalspieler darauf hin, dass man den jungen Spielern manchmal auch „ein bisschen in den Hintern treten“ müsse, wofür es im Verein und unter den Spielern genügend geeignete Personen gebe.

Im Sommer hat sich RB Leipzig mit einer Reihe vielversprechender Talente verstärkt, darunter Johan Bakayoko, Andrija Maksimovic, Yan Diomande, Romulo und Conrad Harder. Besonders das Flügelduo Bakayoko-Diomande hat bereits auf sich aufmerksam gemacht, und auch Romulo zeigt nach und nach seine Qualitäten. Baku wollte jedoch keinen Favoriten unter den Offensivspielern benennen, sondern sprach ein allgemeines Lob aus: „Ich möchte die jungen Spieler nicht übermäßig loben, aber die Scoutingabteilung hat auf jeden Fall gute Arbeit geleistet. Wir wissen, dass wir talentierte und potenzialreiche Spieler haben. Dennoch helfen sie uns bereits in den Spielen, und ich hoffe, dass sie so weitermachen, damit sie persönlich zufrieden sind und wir als Mannschaft ebenfalls.“

Ein weiteres Talent mit großem Potenzial ist Assan Ouedraogo, der im Sommer 2024 nach Leipzig kam und eine verletzungsgeplagte Saison hinter sich hat. Beim 3:1-Sieg gegen Köln belohnte er sich in seinem ersten Startelf-Einsatz mit einem Tor. Baku äußerte sich dazu: „Seit ich hier bin, habe ich miterlebt, was er alles durchgemacht hat, und ich glaube, das sollte man nicht vergessen. Es freut mich umso mehr, dass er direkt in der Startelf stand und ein Tor erzielt hat. Nichtsdestotrotz muss er dranbleiben, und wir werden ihn als Mannschaft unterstützen, auch die erfahrenen Spieler. Ich hoffe, dass er die nächsten Schritte bei RB Leipzig macht.“

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