Rocco Reitz wechselt zu RB Leipzig – Gladbach-Boss äußert sich
Rocco Reitz wird im kommenden Sommer zu RB Leipzig wechseln, was ihm bereits Kritik von den Fans von Borussia Mönchengladbach eingebracht hat. Gladbachs Geschäftsführer Rouven Schröder hat sich nun zu den Vorwürfen geäußert.
Inmitten des Abstiegskampfs der Fußball-Bundesliga ist Borussia Mönchengladbach gezwungen, in den kommenden Wochen zu liefern, um den Verbleib in der höchsten deutschen Spielklasse zu sichern. Doch die Diskussion dreht sich aktuell stark um den Wechsel von Rocco Reitz zu Liga-Konkurrent Leipzig.
Viele Fans werfen dem Eigengewächs Verrat vor, insbesondere der Wechsel zu einem „Konstrukt“ wie RB Leipzig stößt auf große Ablehnung. Rouven Schröder äußerte sich dazu gegenüber der Bild und sagte: „Pfiffe gegen einen Spieler von uns sind auch Pfiffe gegen den eigenen Verein. Deshalb glaube ich nicht, dass das in diesem unfassbar wichtigen Spiel der Fall sein wird.“
Er fügte hinzu: „Ich bin mir sicher, dass unsere Fans sehr feinfühlig sind und uns gerade in Köln gnadenlos unterstützen werden. Rocco wird uns weiterhin anführen und alles dafür tun, dass Gladbach die Klasse hält. Bis zum letzten Spieltag bleibt er ein extrem wichtiger Bestandteil des Teams und hat mit Borussia noch lange nicht abgeschlossen.“
Auch Trainer Eugen Polanski steht hinter seinem Spieler und sieht den Verkauf vor allem aufgrund der Ablösesumme von etwa 20 Millionen Euro positiv: „Es wird immer Spieler geben, die woanders hingehen – aber der Verein bleibt. Wir erhalten für Rocco die höchste Summe, die jemals für einen selbst ausgebildeten Profi hier erzielt wurde. Das ist ein großes Kompliment für alle Trainer, die ihn hier betreut haben, sowie für die Physios und das gesamte Team.“
Für Reitz bleibt nun nur eines zu tun: bis zum Schluss alles für den Verein zu geben. Wenn er weiterhin gute Leistungen zeigt, hat Gladbach gute Chancen, die Klasse zu halten. Dann werden die Fans möglicherweise auch weniger verärgert sein. Vielleicht gibt es doch noch ein versöhnliches Ende zwischen beiden Parteien.