Romulo über seinen Start bei RB Leipzig und die Herausforderungen der Bundesliga
Erstmals seit seiner Ankunft bei RB Leipzig stellte sich Neuzugang Romulo den Medien und sprach über die Niederlage gegen Bayern, seine ersten Eindrücke und seine Ziele.
Leipzig – Nach einem turbulenten Start bei RB Leipzig trat Romulo am Dienstagnachmittag nach dem öffentlichen Training vor die Presse. Der noch etwas schüchterne, jedoch sehr aufgeschlossene Brasilianer teilte seine ersten Eindrücke von der neuen Liga, reflektierte über sein frustrierendes Bundesliga-Debüt beim 0:6 gegen den FC Bayern München und gab Einblicke in sein privates Leben.
Der 23-Jährige ist seit knapp zwei Wochen Teil von RB Leipzig und kam am Donnerstag vor dem ersten Pflichtspiel im DFB-Pokal gegen den SV Sandhausen in Leipzig an. Beim 4:2-Sieg gegen den Regionalligisten konnte er noch nicht zum Einsatz kommen. Dafür durfte er jedoch gegen den FC Bayern München erstmals im Trikot der Roten Bullen auf dem Platz stehen. In der desolaten 0:6-Niederlage wurde er zur Halbzeit eingewechselt und sorgte zusammen mit Antonio Nusa für etwas mehr Schwung in der Partie.
„So hoch zu verlieren ist nicht normal“, äußerte Romulo in der Medienrunde nach dem ersten Training der Woche. „Aber es spielt keine Rolle, ob wir 0:1 oder 0:6 verlieren, wir müssen das nächste Spiel gewinnen.“ Überrascht oder geschockt von der Leistung der Münchner war Romulo jedoch nicht. „Wir haben einfach nicht gut gespielt, das ist der Punkt“, reflektierte der Offensivspieler und betonte: „In jedem Spiel stehen wir unter Druck. Wir haben das letzte Spiel verloren, deshalb müssen wir das nächste gewinnen.“
Sportlich strebt Romulo mit Leipzig eine erfolgreiche Saison an, möchte Titel gewinnen und alles für den Klub geben, ist sich aber auch der Herausforderungen der Bundesliga bewusst: „Man muss in jedem Spiel konzentriert sein. Das ist eine der Top-Drei-Ligen der Welt, ich muss weiter an mir arbeiten, denn das Niveau ist sehr hoch.“ Trainer Ole Werner habe ihm klare Aufgaben mit auf den Weg gegeben: „Tore schießen, den Fußball genießen, hart arbeiten.“ Auf die Frage, ob er am Samstag gegen Heidenheim in der Startelf stehen möchte, antwortete er schmunzelnd: „Jeder würde gerne starten, also muss ich vorbereitet sein.“
Auch abseits des Platzes gestaltet sich die Situation für Romulo noch etwas holprig. Derzeit lebt er im Hotel, sucht eine Wohnung und hat mit dem Deutschunterricht noch nicht begonnen – plant jedoch, dies bald nachzuholen.