Rückhalt für Gianni Infantino schwindet: Kommt es zur Gegenkandidatur?

Rückhalt für Gianni Infantino schwindet: Kommt es zur Gegenkandidatur?

Nach dem Skandal um die zurückgenommene Rote Karte bei der WM schwindet der Rückhalt für Gianni Infantino. Muss der FIFA-Boss um sein Amt bangen?

Zürich – Seit über zehn Jahren steht Gianni Infantino an der Spitze der FIFA und gehört damit zu den einflussreichsten Persönlichkeiten im Weltfußball. Seine zweite volle Amtszeit endet im März 2027, doch der Schweizer hat bereits angekündigt, sich erneut zur Wahl stellen zu wollen, in der Hoffnung, dass es keinen Gegenkandidaten geben wird.

Allerdings scheint sich Infantinos Wunsch nicht zu erfüllen. Laut Informationen von talkSPORT mehren sich innerhalb der UEFA-Verbände die Forderungen, einen Kandidaten zu nominieren, der gegen Infantino antreten und idealerweise gewinnen kann. Einer der möglichen Bewerber ist UEFA-Präsident Aleksander Ceferin, der ebenso wie Infantino seit 2016 im Amt ist.

Im Gegensatz zu Infantino hatte Ceferin ursprünglich angekündigt, nach seiner Amtszeit im Dezember 2027 zurückzutreten. Inzwischen zeigt er jedoch Interesse an einer erneuten Kandidatur, falls sich kein geeigneter Nachfolger finden lässt. „Ich sehe weit und breit keinen, der das in dieser Perfektion machen kann wie Aleksander“, betonte Hans-Joachim Watzke und fügte hinzu: „Ich wünsche mir das extrem und das weiß er auch.“

Ob Ceferin tatsächlich von der UEFA zur FIFA wechselt, ist jedoch eher unwahrscheinlich. Ein weiterer potenzieller Kandidat ist Nasser Al-Khelaifi, der Präsident von Paris Saint-Germain, jedoch zeigt er kein großes Interesse an dem Amt des FIFA-Präsidenten. Darüber hinaus werden auch Dariusz Mioduski, Besitzer von Legia Warschau, Victor Montagliani, Präsident der CONCACAF (Nord-, Zentralamerikanische und Karibische Fußball-Konföderation), sowie Patrice Motsepe, Präsident des afrikanischen Fußballverbands, als mögliche Kandidaten gehandelt.

Bei keinem dieser Kandidaten ist eine tatsächliche Kandidatur jedoch sehr wahrscheinlich, auch wenn der Rückhalt für Infantino seit dem Skandal um die zurückgenommene Rote Karte von US-Star Folarin Balogun merklich abgenommen hat. Der 56-Jährige sieht sich seit geraumer Zeit Kritik ausgesetzt, doch ein Misstrauensvotum wird derzeit nicht in Erwägung gezogen.

Wahrscheinlicher als eine Gegenkandidatur ist daher eine weitere und somit letzte Amtszeit von Infantino, die bis 2031 dauern könnte. Danach dürfte sich der Schweizer aufgrund der FIFA-Regularien nicht erneut zur Wahl aufstellen lassen. Nominierungen für die Präsidentschaftswahl, die am 18. November stattfinden wird, können bis zum Wahltag eingereicht werden. Die Wahl erfolgt anschließend in Marokko.

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