Sandro Wagner trifft auf seinen früheren Verein Bayern München
Augsburg-Trainer Sandro Wagner steht vor seiner emotionalsten Rückkehr als Trainer: Am Samstagabend führt der neue Coach des FC Augsburg seine Mannschaft zum ersten Mal gegen den FC Bayern, den Verein, bei dem seine Profikarriere begann. Der 36-Jährige gibt sich jedoch betont nüchtern. In einem Interview mit Sky äußert er sich vor dem Spiel: „Was heißt besonderes Spiel? Stand jetzt macht es noch nichts bei mir, vielleicht bei Anpfiff.“
Wagner wurde in der Jugend des FC Bayern ausgebildet und schaffte 2007 den Sprung zu den Profis. Nach einem Jahr wechselte er 2008 zum MSV Duisburg, kehrte jedoch 2018 für eine Saison nach München zurück. In dieser Zeit gewann er mit den Bayern drei Meisterschaften und zweimal den DFB-Pokal, bevor er seine aktive Laufbahn beendete.
Der gebürtige Münchner übernahm den FC Augsburg erst in diesem Sommer, nachdem er seine Position als Co-Trainer der deutschen Nationalmannschaft unter Julian Nagelsmann aufgegeben hatte. Nun wartet am 2. Spieltag der Bundesliga-Saison 2025/26 das Duell mit seinem Herzensverein auf ihn.
Während viele von einer besonderen emotionalen Belastung ausgehen, versucht Wagner bewusst, die Erwartungen zu dämpfen: „Ich will das auch ein bisschen runterdrosseln.“ Der neue Augsburg-Coach scheint die Brisanz der Begegnung durchaus zu spüren, möchte sich jedoch nicht davon ablenken lassen. Seine Familie, die im Stadion anwesend sein wird, sieht das offenbar anders.
„Meine Familie sitzt da oben, und ich glaube, für sie ist es besonderer als aktuell für mich“, erklärt Wagner mit einem Schmunzeln. Während seine Angehörigen die Rückkehr in die alte Heimat mit gemischten Gefühlen verfolgen werden, konzentriert sich der Trainer ganz auf seine neue Aufgabe. Die emotionale Komponente will er zumindest öffentlich nicht überbewerten.
Für Wagner steht einzig und allein der sportliche Erfolg im Vordergrund: „Ich will nur gewinnen und habe so viele Sachen im Kopf.“ Der Fokus liegt klar auf dem sportlichen Erfolg mit seinem neuen Verein. Die taktischen Überlegungen für das schwierige Auswärtsspiel gegen den Rekordmeister scheinen alle anderen Gedanken zu überlagern. Ob der neue Coach seine Emotionen tatsächlich so gut im Griff behält, wie er vorgibt, wird sich spätestens beim Anpfiff am Samstagabend zeigen.