SC Freiburg bereitet sich auf Rückspiel gegen Sporting Braga vor

SC Freiburg bereitet sich auf Rückspiel gegen Sporting Braga vor

Der Mittelstürmer des SC Freiburg ist heiß auf eine Revanche gegen Sporting Braga. Ein 1:2-Rückstand aus dem Hinspiel gilt es aufzuholen, um erstmals ein Europapokalfinale zu erreichen.

Christian Günter, der seit sechs Jahren das Kapitänsamt beim SC Freiburg innehat, ist in dieser Saison jedoch eher selten erste Wahl im Team von Julian Schuster. Am vergangenen Sonntag stand Günter wieder in der Startelf und nach dem 1:1-Unentschieden gegen den VfL Wolfsburg lobte er die bemerkenswerte Fähigkeit des Teams, nach einem Rückstand zurückzukommen. Er gab seinen Mitspielern Mut für das bevorstehende Halbfinalrückspiel der Europa League gegen Sporting Braga am Donnerstag um 21 Uhr (RTL).

„Ich bin total guter Dinge“, versicherte Günter vor dem möglicherweise wichtigsten Spiel in der Vereinsgeschichte. Gegen die abstiegsgefährdeten Wolfsburger benötigte der Sport-Club 20 Minuten, um das Spiel wieder auszugleichen. Im Hinspiel in Braga dauerte es sogar nur acht Minuten bis zum Ausgleich. In der Nachspielzeit offenbarte die bis dahin stabil wirkende Abwehr jedoch Schwächen, die die Nordportugiesen umgehend zum 2:1-Siegtreffer nutzten.

Die Szenen im Estádio Municipal de Braga haben sich besonders tief in den Erinnerungen von Igor Matanovic eingeprägt, der seinen Ärger vor dem Rückspiel gegen die viertplatzierte Mannschaft des portugiesischen Fußballs erneut aufleben lässt. „Ich habe dort auf die Tribünen geschaut. Die Fans von Braga waren sehr hochmütig und haben provokant gejubelt“, berichtet Freiburgs Mittelstürmer grimmig. Daher sei er „sehr heiß“ auf das Wiedersehen im heimischen Stadion und versicherte: „Ich freue mich wirklich auf das Rückspiel.“

Die Südbadener sind zuversichtlich, am 20. Mai in Istanbul ihr erstes internationales Finale zu bestreiten, insbesondere aufgrund ihrer gewachsenen Dominanz auf heimischem Boden: Die letzten zehn Heimspiele in der Europa League wurden allesamt gewonnen.

Diese Erfolge, gepaart mit der bewährten Resilienz, einem leidenschaftlichen Anhang und einem breiten Kader, sprechen für die dritte deutsche Endspielteilnahme in der Europa League in den letzten fünf Spielzeiten. SC-Trainer Schuster äußerte sich jedoch realistisch: „Uns erwartet ein Spiel, das in beide Richtungen kippen kann.“

Den entscheidenden Vorteil könnte Matanovic für Freiburg schaffen. Während andere Schlüsselspieler wie Johan Manzambi und Yuito Suzuki (der Japaner hat sich nach einem Schlüsselbeinbruch gegen Wolfsburg verletzt und ist für die Saison beendet) zuletzt etwas schwächelten, bleibt der Sommerneuzugang aus Frankfurt einer der zuverlässigsten Akteure im Team.

Besonders nach der Winterpause fand sich der 23-Jährige zunehmend besser in sein neues Umfeld ein. Im Angriffszentrum erhält der gebürtige Hamburger meist den Vorzug gegenüber Lucas Höler und ist mit acht Toren Freiburgs erfolgreichster Torschütze. In den K.-o.-Spielen gegen Genk und Vigo erzielte er zwei Tore, darunter ein Traumtor im zweiten Duell gegen Celta.

Gemeinsam mit den beweglichen Technikern Manzambi und Suzuki hat Matanovic als 1,95 Meter großer, ballsicherer Anspielpunkt die Offensive belebt. „Er zeigt einen unglaublichen Einsatz – das hilft uns in allen wichtigen Bereichen unseres Spiels“, lobt Trainer Schuster den kroatischen Nationalstürmer.

Matanovics Eltern sind kroatische Kriegsflüchtlinge aus dem ehemaligen Jugoslawien. Als Teenager spielte er zunächst für die kroatische U14, dann für deutsche Jugendauswahlteams, unter anderem mit Florian Wirtz, bevor er mit 19 Jahren wieder zum kroatischen Verband wechselte. Auf Vereinsebene ging es für den talentierten Angreifer ebenfalls immer weiter nach Süden: Nach 13 Jahren bei St. Pauli wechselte er 2023 nach Frankfurt. Die Eintracht verlieh ihn umgehend nach Karlsruhe, danach folgte eine Spielzeit in der Bankenmetropole, bevor er vor zehn Monaten nach Freiburg zog. Den Freiburgern steht nun das 51. Pflichtspiel in dieser Saison bevor. Igor Matanovic warnt Braga bereits: „Ein Tor für uns – und dann kann es in unserem Stadion sehr unangenehm werden.“

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