SC Freiburgs Johan Manzambi im Fokus großer Vereine
In den letzten Jahren haben viele Stars die Bundesliga in Richtung England verlassen. Steht der nächste Abgang bevor? Die nächsten Talente rücken bereits wieder in den Fokus.
Freiburg – Der SC Freiburg zählt zu den größten Talentschmieden im deutschen Fußball. Johan Manzambi ist ein weiteres vielversprechendes Beispiel. Der zentrale Mittelfeldspieler wechselte im Januar 2023 von der U18 in Genf zu den Breisgauern. Über die U19, die zweite Mannschaft und das Profiteam hat sich Manzambi zum Nationalspieler der Schweiz entwickelt.
Er hat bereits vier Länderspiele absolviert und glänzte im Testspiel gegen die USA beim 4:0-Sieg mit einem Tor und einer Vorlage. Es ist daher wenig überraschend, dass er ins Visier größerer Vereine gerückt ist. Nach Informationen von Absolut Fussball, dem Fußball-Portal von Home of Sports, haben englische Klubs bereits Interesse gezeigt.
Bereits im vergangenen Sommer stand Manzambi auf der Liste von Borussia Dortmund, und auch der FC Chelsea hat sich mit ihm beschäftigt. Der Plan sah vor, dass der Kooperationsverein Racing Straßburg ihn verpflichten und optimal auf die Premier League vorbereiten würde. Der 19-Jährige überzeugte in der Endphase der Saison mit jeweils zwei Toren und Vorlagen.
Besonders auffällig ist seine Vielseitigkeit: Er kann als Sechser, Spielmacher, hängende Spitze und zentraler Mittelfeldspieler agieren. Diese Flexibilität steigert den Wert eines Spielers erheblich. Manzambi selbst sieht sich vor allem als „Box-to-Box-Player“ und räumt ein: „Letztes Jahr habe ich auch schon auf der Zehn gespielt. Ich bin mit mir sehr zufrieden.“ Das kann er auch sein, denn im April dieses Jahres war er unter anderem der Siegtorschütze beim kniffligen 2:1-Duell in Gladbach.
Sein Trainer Julian Schuster lobte ihn anschließend: „Ich freue mich für die Mannschaft, für ihn und die Fußballschule. Viele waren über Jahre an seiner Ausbildung beteiligt. Wir haben das Glück, mit diesen Jungs weiterarbeiten zu dürfen.“ Doch wie lange wird das für Manzambi noch der Fall sein, der seinen Vertrag im Juni stillschweigend verlängert hat?
Freiburg hat in der Vergangenheit für seine Eigengewächse häufig hohe Ablösesummen erzielt. Spieler wie Nico Schlotterbeck (BVB), Kevin Schade (Brentford) und Kiliann Sildilla (PSV Eindhoven) haben zusammen über 50 Millionen Euro in die Kassen der Breisgauer gespült. Manzambi hat das Potenzial, der nächste große Verkauf zu werden.