Schalke 04 Feiert Rückkehr in die Bundesliga mit Humor
Schalke 04 feierte am Wochenende seine Rückkehr in die Bundesliga, und bereits vor dem Anpfiff ereignete sich eine denkwürdige Geschichte.
Gelsenkirchen – Die gesamte Stadt Gelsenkirchen befindet sich im Freudentaumel. Der Aufstieg in die Bundesliga begeistert sowohl die Spieler als auch die Fans. Bereits vor dem Spiel gegen Fortuna Düsseldorf (1:0) am Samstagabend versammelten sich rund 20.000 Schalke-Anhänger zu einem Fanmarsch, der ein blau-weißes Meer rund um die Veltins-Arena bildete und für ein kleines Verkehrschaos sorgte – auch der Schiedsrichter der Partie blieb davon nicht unberührt.
Patrick Ittrich, der 47-jährige Schiedsrichter, teilte die Situation humorvoll auf Instagram mit. In einem Video, das er auf seinem privaten Kanal postete, schrieb er: „Bisschen Stau auf dem Weg zum Spiel. Dann halt gute 2 km zu Fuß ins Stadion.“ Der Clip wurde mit dem Song „I‘m Walkin‘“ von Fats Domino unterlegt.
Im Video ist zu sehen, wie Ittrich seinen Weg zum Stadion vorbei an lachenden Fans – ob zu Fuß, mit dem Fahrrad oder im Auto – bahnt. Auch die ungewöhnliche Situation schien ihn nicht groß zu stören. Auf Instagram wurde sein Beitrag gefeiert und erhielt über 26.000 Likes. Die Nutzer kommentierten begeistert: „Coole Nummer. Sehr sympathisch.“
Ittrich, der hauptberuflich Polizeibeamter ist und seit 2016 Spiele in der Bundesliga leitet, wird nach dieser Saison seine Schiedsrichterkarriere beenden. In der höchsten Liga hat er bisher 92 Einsätze absolviert. Bei der Partie auf Schalke feierte der leitende Schiedsrichter ein besonderes Jubiläum: sein 100. Spiel in der zweiten Liga, das er am 13. September 2009 beim Duell zwischen Rot-Weiß Oberhausen und Alemannia Aachen (1:0) leitete.
Knut Kircher, Geschäftsführer Sport und Kommunikation der DFB Schiri GmbH, lobte Ittrich nach der Bekanntgabe seines Karriereendes in den höchsten Tönen: „Er ist eine besondere Persönlichkeit mit einzigartigen Kommunikationsfähigkeiten. Seine erfolgreichen Spielleitungen sind geprägt von hoher Akzeptanz und Nahbarkeit bei Spielern, Offiziellen und Fußballfans.“
Ittrich wird als „Gesicht der Bundesliga“ definitiv fehlen. Kircher fügte hinzu: „Kaum jemand verkörpert den Spaß am Dasein als Schiedsrichter so sehr wie Patrick. Zudem hat er mit seiner lockeren Art stets für eine gute Atmosphäre im Kader der Bundesligaschiedsrichter gesorgt.“ Ittrich selbst erklärte: „Auch wenn ich nicht mehr pfeifen werde, bleibe ich dem Fußball erhalten. Ich freue mich auf alles, was kommt.“