Schalke 04 kämpft um den Aufstieg nach Džeko-Transfer
Der positive Trend von Schalke 04 konnte nicht ins neue Jahr übertragen werden. Ein Grund dafür wird von einer Bundesliga-Legende im Transfer-Coup gesehen.
Gelsenkirchen – Nach der Euphorie über die spektakuläre Verpflichtung des Stürmerstars Edin Džeko folgte kürzlich eine erste Ernüchterung. Als einer von drei Zweitligisten wartet Schalke 04 weiterhin auf einen Sieg im Jahr 2026. Nach zwei spielerisch wenig überzeugenden Unentschieden in Berlin und gegen Kaiserslautern verloren die Knappen am vergangenen Wochenende verdient im Ruhrpott-Duell gegen den VfL Bochum mit 0:2.
Die prominenten Neuzugänge konnten daran nichts ändern. Neben dem ehemaligen Bundesliga-Torschützenkönig, der in der zweiten Halbzeit als Joker eingewechselt wurde, feierte Dejan Ljubicic, ein ehemaliger österreichischer Nationalspieler und 83-facher Bundesliga-Akteur, sein Debüt in der Startelf. Zu jubeln hatten beide jedoch nicht viel, da sich der Aufstiegskampf in der 2. Bundesliga zunehmend zuspitzt. Nur vier Punkte trennen die Top 5.
Durch das aufregende Wintertransferfenster haben sich die Königsblauen jedoch ein „Problem“ selbst geschaffen, meint Felix Magath, der 2009 mit Edin Džeko beim VfL Wolfsburg Deutscher Meister wurde. „Vorher hat man immer ein bisschen die Daumen gedrückt und gesagt, dass da vorne noch etwas fehlt, aber jetzt ist der FC Schalke eindeutig Favorit“, ist sich der frühere Schalke-Trainer (2009 bis 2011) sicher.
„Schalke muss durch diese Verpflichtung jetzt aufsteigen“, fügt der 72-Jährige hinzu. Dabei sollten die Auswirkungen eines Neuzugangs wie Džeko auf die Kabine und die Mannschaft nicht unterschätzt werden. Zwar hat der Bosnier unbestrittene Fähigkeiten, die „der Mannschaft natürlich helfen“, warnt Magath jedoch, dass sich „die Statik der Mannschaft“ durch den Superstar verändern könnte.
Nach einer so erfolgreichen Hinrunde ist dies eine Gratwanderung für den gebürtigen Unterfranken: „Andere Spieler müssen ihre Position jetzt neu suchen, deshalb gibt es diese kleine Krise. Das muss man so schnell wie möglich wieder in den Griff bekommen, sonst gerät der FC Schalke bedauerlicherweise in Schwierigkeiten um den Aufstieg.“
Magath hat jedoch keinen Zweifel daran, dass Džeko den Unterschied für Schalke 04 im Kampf um die Rückkehr in die Bundesliga machen kann. „Er ist kein gewöhnlicher Spieler – von seiner Qualität gibt es nicht viele. Jetzt muss er nur noch von den anderen ins Spiel gebracht werden“, appelliert Magath. Allein aufgrund der Strahlkraft von Schalke 04, die trotz komplizierter letzter Jahre durch die Džeko-Verpflichtung erneut bewiesen wurde, wäre es der Bundesliga zu wünschen, dass sich der Bosnier schnell akklimatisiert.