Schalke 04 prüft Aufstieg seiner U23 in die 3. Liga
Schalke 04 prüft nach der starken Saison seiner U23 einen möglichen Aufstieg in die 3. Liga, hat jedoch eine klare Tendenz.
In Gelsenkirchen mischt Schalkes U23 im Aufstiegsrennen der Regionalliga West ganz vorne mit, doch der Sprung in die 3. Liga bleibt ungewiss. Finanzielle Hürden und infrastrukturelle Probleme könnten den sportlichen Erfolg bremsen.
Beim FC Schalke 04 läuft es sportlich derzeit besser als noch vor einem Jahr, und das in mehreren Mannschaftsteilen. Während die Profis mitten im Aufstiegsrennen zur Bundesliga stecken, spielt auch die U23 unter Trainer Jakob Fimpel eine starke Saison und gehört zur Spitzengruppe der Regionalliga West. Ein möglicher Aufstieg in die 3. Liga scheint sportlich erreichbar, doch ob Schalke diesen Weg tatsächlich einschlagen wird, bleibt offen. Die Signale aus dem Klub deuten eher auf Zurückhaltung hin.
Auf der Mitgliederversammlung in der Veltins-Arena äußerte sich Sportvorstand Frank Baumann klar zu den Überlegungen rund um die zweite Mannschaft. Er lobte die Entwicklung des Teams: „Die Jungs machen das sehr gut. Aber es geht zunächst um die individuelle Ausbildung.“
Gleichzeitig betonte er, dass man sich erst Anfang des kommenden Jahres mit der Frage beschäftigen werde, ob eine Drittliga-Lizenz beantragt wird. Baumann machte deutlich, dass die Regionalliga für die Talententwicklung aus seiner Sicht kein Nachteil sein müsse: „Ich glaube, man kann auch in der Regionalliga sehr gut ausbilden.“
Vor allem infrastrukturelle Herausforderungen sprechen gegen einen Aufstieg. Baumann erklärte: „Beim Aufstieg in die 3. Liga gibt es natürlich einige andere Dinge zu berücksichtigen. Das Thema Infrastruktur würde uns mit Sicherheit vor einige Probleme stellen.“ Konkret wäre das Parkstadion nicht ohne Weiteres bereit für den Profispielbetrieb. Unter anderem müsste die Flutlichtanlage modernisiert werden – ein kostspieliges Projekt, das der klamme Klub kaum stemmen kann.
Daher tendiert man intern offenbar bereits zu einer Entscheidung. Nach Informationen von RevierSport ist die Wahrscheinlichkeit gering, dass Schalke die Unterlagen für die 3. Liga einreichen wird. Auch Baumann deutete in seiner Antwort an, dass man zunächst die sportliche Entwicklung abwarten wolle, um dann zu entscheiden, ob die Lizenz beantragt wird oder ob die U23 weiterhin als Ausbildungsteam in der Regionalliga verbleibt.
Sportlich mag die Ausgangslage ein „Luxusproblem“ sein – wie Frank Baumann es nennt –, doch wirtschaftlich bleibt die Realität hart. Selbst wenn die U23 am Ende Platz eins erreicht, könnte der Verein aus finanziellen Gründen auf den Aufstieg verzichten. (Dieser Artikel entstand in Kooperation mit schalketotal.de/)