Schalke 04: Rückkehrer soll Offensivprobleme lösen
Die Sorgenfalten bei Schalke 04 werden nach nur zwei Spieltagen größer. Die Hoffnung der Fans ruht auf einem Rückkehrer.
Gelsenkirchen – Nach dem Auftaktsieg gegen Hertha BSC (2:1) ist die Vorfreude auf die neue Saison nach der ernüchternden 0:1-Niederlage gegen den 1. FC Kaiserslautern am zweiten Spieltag merklich gesunken. Obwohl die Schalker nach dem Saisonstart nicht in Panik verfallen wollen, hat die Partie gegen den FCK das große Problem der Mannschaft offenbart: es fehlt an Durchschlagskraft in der Offensive.
„Wir haben heute vieles sehr ordentlich gemacht, insbesondere in unserer defensiven Struktur und Stabilität“, betonte S04-Trainer Miron Muslic. Er fügte hinzu: „Wir hatten drei, vier unglaublich gute Umschaltmöglichkeiten, waren jedoch nicht konsequent genug beim letzten Pass. Ein gut getimter Ball in die Tiefe hätte unsere Chancen erheblich erhöht.“
Deutlich schonungsloser analysierte Führungsspieler Ron Schallenberg das Spiel. „Das gesamte Angriffsspiel muss flüssiger und variabler werden. Wir müssen daran arbeiten, einen besseren Mix zu finden.“ In diesem Zusammenhang kommt es den Schalkern gelegen, dass die klammen Kassen durch den bevorstehenden Transfer von Malick Thiaw dank einer Weiterverkaufsbeteiligung aufgefüllt werden.
Berichten zufolge wechselt der ehemalige Schalke-Star für 40 Millionen Euro von der AC Mailand zu Newcastle United, was den Knappen voraussichtlich vier Millionen Euro einbringt. Doch trotz dieser Einnahmen kann Schalke vorerst keine weiteren Spieler verpflichten, da die Gelder bereits für andere Ausgaben eingeplant sind, so die Bild.
Sofern nicht zeitnah Spieler verkauft werden, muss das Offensivproblem intern gelöst werden. In diesem Kontext rückt der Rückkehrer Kenan Karaman in den Fokus. Der Kapitän hatte die vergangenen Wochen aufgrund einer Meniskusverletzung gefehlt und die gesamte Saisonvorbereitung unter dem neuen Trainer verpasst. Inzwischen ist der Stürmer zurück und feierte gegen Kaiserslautern sein Comeback – wenn auch nur nach seiner Einwechslung.
Muslic setzt große Hoffnungen auf den 31-Jährigen. „Der Kapitän ist zurück“, sagte er kürzlich auf einer Pressekonferenz: „Er ist ein großer Gamechanger für uns.“ Ob Karaman jedoch ausreicht, um die Offensive wiederzubeleben, bleibt abzuwarten.