Schalke 04: Timo Becker begeistert Fans trotz Verletzung

Schalke 04: Timo Becker begeistert Fans trotz Verletzung

Gelsenkirchen – Schalke 04 durchlebt derzeit eine herausfordernde Phase unter dem neuen Trainer Miron Muslic. Nach einem vielversprechenden Start in die Zweitliga-Saison mit fünf aufeinanderfolgenden Pflichtspiel-Siegen musste die Mannschaft zuletzt deutliche Niederlagen im DFB-Pokal gegen Darmstadt (0:4) und beim Karlsruher SC (2:3) hinnehmen.

Ein Spieler, der in diesen kritischen Momenten schmerzlich vermisst wurde, ist Timo Becker. Der Vize-Kapitän kämpft weiterhin mit einer Innenbandverletzung im Knie. In seiner Abwesenheit übernahm der junge Mertcan Ayhan die Position in der Schalker Innenverteidigung, musste jedoch feststellen, dass er als 19-Jähriger mit begrenzter Erfahrung in der 2. Bundesliga an seine Grenzen stößt.

Trotz seiner Verletzung ließ es sich Becker nicht nehmen, beim Auswärtsspiel in Karlsruhe so nah wie möglich bei der Mannschaft zu sein. Wie in sozialen Medien dokumentiert, mischte sich der 28-Jährige unter die Schalker Fans im Gästebereich und unterstützte seine Mitspieler lautstark.

Bereits in der Vorwoche hatte Becker in einem Interview mit Sky sein Bedauern darüber geäußert, dass er noch nicht in der Nordkurve stehen kann. Selbst während seiner Zeit bei Holstein Kiel war er, sofern es seine Verpflichtungen erlaubten, häufig in der Kurve anzutreffen.

Eine Woche später erhielt er die Erlaubnis, sich den Fans anzuschließen, auch wenn es einige Bedenken bei den Verantwortlichen gab. Becker leidet nach wie vor an leichten Knieproblemen und konnte bisher nur Lauftraining absolvieren. Dennoch bezeichnete Schalke-Boss Youri Mulder es als „coole Aktion“ des gebürtigen Herteners: „Timo ist einer von denen“, erklärte der Direktor Profifußball und fügte hinzu: „Timo zeigt, dass er das Schalker Herz am richtigen Fleck hat.“

Mit seiner Aktion erinnerte Becker an eine frühere Begebenheit mit einem anderen Schalker. „Wir hatten so eine Situation auch mal mit Manuel Neuer“, erinnerte sich Mulder an eine Anekdote. Der heutige Bayern-Keeper hatte vor einem Spiel bei Hertha BSC einmal angefragt, „ob er im Sonderzug mitfahren kann.“

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