Schalke 04: Torhüter Loris Karius über defensive Stabilität vor dem Spiel gegen Paderborn

Schalke 04: Torhüter Loris Karius über defensive Stabilität vor dem Spiel gegen Paderborn

Gelsenkirchen – Der FC Schalke 04 hat sich in der 2. Bundesliga zu einem defensiven Stabilitätsanker entwickelt. Nach 13 Spieltagen hat die Mannschaft lediglich sieben Gegentore kassiert, was nicht nur den Ligabestwert darstellt, sondern auch einen neuen Vereinsrekord bedeutet. Torhüter Loris Karius, der maßgeblich für die defensive Stärke des Teams verantwortlich ist, erläutert die Gründe für den Erfolg.

„Von der Nummer 9 bis zur Nummer 1 – wir verteidigen als Einheit“, erklärte der 32-Jährige gegenüber der WAZ. Das intensive Gegenpressing sei ein zentraler Baustein, ebenso wie die mutige, hochstehende Abwehrkette. Auch wenn diese Strategie riskant sei, profitiere Schalke oft davon, dass die gegnerischen Stürmer regelmäßig im Abseits stehen.

Karius, der sich in Gelsenkirchen zu einem der besten Torhüter der Liga entwickelt hat, warnt dennoch vor übertriebener Euphorie. Er findet, dass Außenstehende den aktuellen Tabellenplatz manchmal falsch interpretieren: „Man vergisst schnell, wo wir vor ein paar Monaten standen.“ Nichtsdestotrotz bietet das Topspiel gegen den SC Paderborn am Freitagabend (18:30 Uhr) die Möglichkeit, die Tabellenführung zu übernehmen.

Der Torwart betont, wie physisch anspruchsvoll das Training unter Trainer Miron Muslic ist. Das laufintensive Pressing erfordere viel Energie, und Ausfälle seien schwer zu kompensieren. „Sechs Tage zur Erholung sollten eigentlich ausreichen, wenn man nur einmal pro Woche spielt“, sagt er und verweist auf Teams, die deutlich engere Spielrhythmen bewältigen.

Trotz kleinerer Schwächephasen möchte sich Schalke gegen den formstarken Tabellenführer nicht verstecken. Paderborn habe eine beeindruckende Serie, die man respektiere, so Karius. Gleichzeitig setzt er Vertrauen in die taktische Vorbereitung seines Trainers: „Ich bin mir sicher, dass der Trainer einen zweiten und dritten Plan hat.“

Vor dem direkten Duell sieht Karius die Situation entspannt. Er verspürt keinen Druck – im Gegenteil: „Ich habe nicht das Gefühl, dass wir etwas verlieren können.“ Schalke habe sich diese Position erarbeitet. Nun gehe es darum, „von Minute eins an dagegenzuhalten“ und den starken Defensivtrend fortzusetzen. (Dieser Artikel entstand in Kooperation mit schalketotal.de/)

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