Schiedsrichter Bastian Dankert unter Kritik nach BVB-Niederlage gegen Bayern

Schiedsrichter Bastian Dankert unter Kritik nach BVB-Niederlage gegen Bayern

Nach Niko Kovac hat auch Sebastian Kehl, der Geschäftsführer von Borussia Dortmund, Schiedsrichter Bastian Dankert für dessen Leistung im Klassiker kritisiert. Kehl suchte Dankert sogar in seiner Kabine auf.

München/Dortmund – Die Enttäuschung über die knappe 1:2-Niederlage gegen den FC Bayern sitzt bei Borussia Dortmund tief. Trotz einer starken zweiten Halbzeit konnten die Dortmunder keinen Punkt aus München mitnehmen. Nach dem Spiel stand jedoch nicht nur die Leistung der Spieler im Mittelpunkt, sondern auch die des Schiedsrichters Bastian Dankert.

Der 45-Jährige wurde nach der Partie von vielen Seiten kritisiert. Auch Sebastian Kehl war mit einigen Entscheidungen des Schiedsrichters unzufrieden und suchte daher das Gespräch mit Dankert in dessen Kabine. „Es war mir wichtig, direkt mit ihm zu sprechen“, erklärte Kehl nach dem Abpfiff in der Mixed Zone.

Er ließ sich dabei nicht von seinen Emotionen leiten und betonte, dass er zwischen der eigenen Leistung in der ersten Halbzeit und möglicherweise fragwürdigen Entscheidungen des Schiedsrichters klar unterscheiden könne. Viele kritisierten Dankerts fehlende Linie im Spiel, und auch Kehl vermisste die Konsistenz. Dennoch stellte er klar, dass der Schiedsrichter nicht für die 1:2-Niederlage verantwortlich war.

„Es lag nicht am Schiedsrichter, dass wir in der ersten Halbzeit so gespielt haben, wie wir gespielt haben. Aber ich hatte das Gefühl, dass ihm heute die Balance gefehlt hat. Er hat viele Situationen gegen uns gepfiffen“, bemängelte der BVB-Boss. Der größte Aufreger des Spiels war die Szene unmittelbar vor dem Führungstreffer für die Bayern.

Harry Kane setzte sich nach einer Ecke der Gastgeber mit einem leichten Schubser von Serhou Guirassy ab und köpfte den Ball an Gregor Kobel vorbei ins Tor. Weder Dankert noch der Video-Schiedsrichter hatten etwas gegen das Tor einzuwenden, doch bei den BVB-Anhängern sorgte der Rempler für Aufregung.

„Das ist nur ein kleiner Schubser, aber wenn man in der Luft steht, weiß man als Spieler, dass es nicht viel braucht“, analysierte Kehl die Situation. Er ergänzte: „Wenn er in dieser Form sehr großzügig pfeift, dann muss er auch viele andere Situationen anders bewerten. Da hat mir heute ehrlich gesagt ein Stück weit die Linie gefehlt. Das habe ich ihm auch gesagt.“

Weitaus deutlicher äußerte sich Niko Kovac, der mit Dankerts Leistung unzufrieden war: „Zu kleinlich, nicht gut, schlecht. (…) Sein komplettes Spiel war nicht gut. Das muss ich auch mal so sagen, wir können nicht immer zur Tagesordnung übergehen“, ließ Kovac seinem Unmut freien Lauf. Auch Dankert selbst reagierte auf die Kritik und akzeptierte sie.

„Ich kenne Niko ja schon etwas länger. Er kann seine Meinung dazu natürlich äußern. Das ist ganz normal“, erklärte der Schiedsrichter und fügte hinzu: „Ich habe aus dieser Situation heraus so entschieden, ich kann es nicht mehr zurücknehmen. Dementsprechend akzeptiere ich auch, was er sagt.“

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