Schiedsrichterkritik: FC Bayern München sorgt für Diskussion vor dem Spiel gegen Union Berlin

Schiedsrichterkritik: FC Bayern München sorgt für Diskussion vor dem Spiel gegen Union Berlin

Nach dem Platzverweis von Luis Diaz äußerten die Verantwortlichen des FC Bayern München scharfe Kritik am Schiedsrichter. Diese Äußerungen könnten, so die Meinung eines Bundesliga-Vertreters, Konsequenzen haben.

München – Das Spitzenspiel zwischen dem FC Bayern München und Bayer 04 Leverkusen am vergangenen Wochenende sorgte für Aufregung. Die Schiedsrichterentscheidungen führten beim deutschen Rekordmeister zu erheblichem Unmut. In der zweiten Halbzeit erhielt der Flügelstürmer Luis Diaz, aus Sicht der Münchener zu Unrecht, die zweite Gelbe Karte wegen einer vermeintlichen Schwalbe und wurde vom Platz gestellt.

Der FC Bayern legte gegen die Sperre des Kolumbianers für das kommende Bundesliga-Spiel gegen Union Berlin Einspruch ein, jedoch ohne Erfolg. Noch bevor das Sportgericht eine Entscheidung traf, reagierten die Münchner Verantwortlichen lautstark. Ehrenpräsident Uli Hoeneß äußerte: „Das ist die schlechteste Leistung eines Schiedsrichter-Teams, die ich je bei einem Bundesligaspiel erlebt habe.“

Auch Vorstandsvorsitzender Jan-Christian Dreesen forderte bei Sky vom DFB, das Niveau der Schiedsrichterleistungen zu verbessern. Diese Reaktionen bereiten Horst Heldt, Geschäftsführer des kommenden Gegners Union Berlin, Sorgen vor dem Spiel in der Allianz Arena. Er befürchtet, dass seine Mannschaft am Samstag (15:30 Uhr) die Folgen der lautstarken Kritik der Bayern an den Schiedsrichtern zu spüren bekommen könnte.

„Das nächste Schiedsrichtergespann beim nächsten Spiel – ja Prost Mahlzeit – die haben es nicht einfach. Jede Situation wird ganz genau beobachtet und begleitet. Und das ist nicht in Ordnung“, sagte der 56-Jährige im Sky-Talkformat Triple – der Hagedorn-Fußballtalk zur scharfen Kritik des Rekordmeisters an den Schiedsrichtern.

Besonders die Intensität der Kritik aus München beunruhigt Heldt. Es habe einen „anderen Aufschlag, wenn sich die Bayern öffentlich zu solchen Themen äußern“, sagte er. Union werde der Leidtragende sein. Zwar regt sich gelegentlich ein Verein über Schiedsrichterentscheidungen auf, „aber das ist kein Vergleich“.

Ob es tatsächlich zu einem Nachteil für die Berliner kommen könnte, bleibt fraglich. Sportlich gesehen wird es auch ohne Schiedsrichtereinfluss ein interessantes Spiel. Union konnte mit einem starken Auswärtssieg beim SC Freiburg neues Selbstvertrauen tanken. Die Bayern hingegen können mit einem Sieg am Samstag den nächsten Schritt in Richtung ihrer 35. Meisterschaft machen.

Topics

Related news