Schlotterbeck und Nmecha äußern Kritik nach Punktverlust des BVB

Schlotterbeck und Nmecha äußern Kritik nach Punktverlust des BVB

Der BVB hadert mit dem Punktverlust gegen Bodö/Glimt. Nico Schlotterbeck äußerte sich nach dem Spiel kritisch über die eigene Mannschaft.

Dortmund – Bei Borussia Dortmund steht Nico Schlotterbeck im Mittelpunkt der Diskussionen. Viele Fans sehen die Leistungen der Mannschaft zunehmend im Kontext seiner Zukunft, unabhängig davon, ob Spiele gewonnen oder verloren werden. Sebastian Kehl hat kürzlich erneut versichert, dass der BVB sich um eine Vertragsverlängerung mit dem Abwehrstar bemühen wird.

Schlotterbecks deutliche Kritik nach dem unerwarteten Punktverlust in der Champions League gegen Bodö/Glimt sorgte für Aufsehen, unabhängig von den Spekulationen über seine Zukunft. Die Reaktion des BVB, vertreten durch Kehl und Trainer Niko Kovač, war klar: Als Führungsspieler habe Schlotterbeck das Recht, seine Meinung offen zu äußern.

Der Wirbel um Schlotterbeck überschattete jedoch auch eine andere, nicht minder bedeutende Selbstkritik innerhalb des BVB. In der Mixed Zone sorgten die leisen Töne von Felix Nmecha für einen Aha-Moment bei den Journalisten, die bis kurz vor Mitternacht ausharrten. Der Mittelfeldspieler warf seiner eigenen Mannschaft vor, arrogant aufgetreten zu sein.

„So ein Spiel muss man gewinnen“, sagte Nmecha unter anderem gegenüber Absolut Fussball, dem Fußballportal von Home of Sports. „Wir hatten viele Chancen, die wir nutzen müssen. Aber in einigen Phasen waren wir zu lässig und sogar ein wenig arrogant.“ Seine Analyse fügte sich gut in die scharfe Kritik von Schlotterbeck ein.

Schlotterbeck hatte bei DAZN deutlich gemacht: „Wir spielen Champions League, wir hätten hier auf 13 Punkte erhöhen können. Ich glaube, einigen war nicht bewusst, wie wichtig das ist. Das ist nicht nur bitter, sondern einfach schlecht. Die Spieler, die eingewechselt wurden, haben jeden Ball verloren. Wenn man in der 60. Minute eingewechselt wird, erwarte ich 30 Minuten Volldampf.“

Tatsächlich hinterließen die „Finisher“, wie Kovač seine Einwechselspieler nennt, gegen Bodö/Glimt größtenteils einen negativen Eindruck. „Es waren ein, zwei Spieler. Karim Adeyemi hat sich selbstkritisch geäußert und gesagt, dass er nicht sein bestes Spiel gemacht hat. Das ist schon mal gut, dass er selbstkritisch ist“, erklärte Kovač am Donnerstag in einer Pressekonferenz des BVB.

Es wäre jedoch zu einfach, nur die Einwechselspieler für den Kontroll- und Punktverlust verantwortlich zu machen. „Wir sind gut ins Spiel gekommen, aber gegen Ende der ersten Halbzeit gab es auch eine Phase, in der es nicht gut lief und es etwas zu langsam wurde“, betonte Nmecha.

Seine Aussagen haben sicherlich nicht das Gewicht von Schlotterbecks, insbesondere da diese live vor Publikum gemacht wurden. Dennoch werfen auch Nmechas Worte ein aufschlussreiches Licht auf die Situation. Auch wenn die Ergebnisse das nicht widerspiegeln, scheint der BVB 180 Minuten vor der Winterpause erneut in eine typische Hinrunden-Krise zu geraten.

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