Schwacher Saisonstart für Borussia Mönchengladbach nach Niederlage gegen Stuttgart

Schwacher Saisonstart für Borussia Mönchengladbach nach Niederlage gegen Stuttgart

Borussia Mönchengladbach hat zu Beginn der Saison Schwierigkeiten. Die 0:1-Niederlage gegen den VfB Stuttgart offenbarte insbesondere zwei Schwachstellen.

Mönchengladbach – Nach einem torlosen Unentschieden gegen den Hamburger SV zum Auftakt der Bundesliga musste Borussia Mönchengladbach einen Rückschlag hinnehmen. Im Auswärtsspiel gegen den VfB Stuttgart verließ die Mannschaft von Gerardo Seoane den Platz als Verlierer. Der entscheidende Treffer fiel in der 79. Minute durch den spanischen Verteidiger Chema Andrés, der einen Kopfball nach einer Ecke verwandelte.

Die Gladbacher erlitten eine besonders ärgerliche Niederlage. Nach einem schwachen Start fand die Mannschaft jedoch zunehmend besser ins Spiel und erarbeitete sich sowohl vor als auch nach der Halbzeit mehrere Torchancen. Kevin Stöger hatte in der 51. Minute die beste Gelegenheit, sein Schuss aus kurzer Distanz ging jedoch knapp am Tor vorbei.

„Alexander Nübel kommt schnell heraus und macht den Winkel relativ klein. Ich mache alles richtig, setze den Ball aber einen halben Meter zu weit nach links“, analysierte Stöger seinen Fehlschuss bei Sky Sport. Im Vergleich zum Spiel gegen den HSV zeigte er eine deutlich verbesserte Leistung.

Seit nunmehr neun Bundesliga-Spielen, einschließlich der letzten Saison, wartet Gladbach auf einen Sieg und seit vier Partien auf einen Treffer. „Was letzte Saison war, interessiert uns nicht“, sagte Stöger, doch die ernüchternden Zahlen der vergangenen Monate sind nicht zu ignorieren. Der verletzte Tim Kleindienst und der abgewanderte Alassane Pléa fehlen der Mannschaft immer deutlicher.

„Wir hatten heute einige Chancen und müssen einfach die Tore machen“, klagte Stöger. In der Offensive konnte er nicht auf Haris Tabaković zurückgreifen, der krankheitsbedingt ausfiel. An seiner Stelle spielte Shuto Machino, der im Strafraum jedoch kaum zur Geltung kam. „Von Stuttgart kam auch nicht viel, wir haben hinten offen gespielt. Obwohl sie Qualität haben, konnten sie nicht viel aus unserer Defensive herausholen“, fügte er hinzu.

Kapitän Rocco Reitz war ebenfalls bemüht, der Partie etwas Positives abzugewinnen. Man könne „schon zufrieden sein“, da man die Dinge, mit denen man in der vergangenen Woche gehadert hatte, besser umgesetzt habe. Im Spiel mit dem Ball war Gladbach aktiver und beweglicher, doch der Ertrag ließ zu wünschen übrig.

„So eng ist ein Spiel, wenn eine Unaufmerksamkeit das Ergebnis entscheidet. Wir haben uns genug Chancen erarbeitet – Tore müssen her, um zu gewinnen“, sagte Reitz und kritisierte die spielentscheidende Ecke, die schnell ausgeführt wurde und die Borussia überrumpelte. „Wir dürfen die Flanke auf keinen Fall zulassen, das war der erste Fehler. Dann kommt der Ball in die Gefahrenzone, und keiner fühlt sich zuständig, weil er nicht am Mann steht“, fügte er hinzu.

Am Ende bleibt festzuhalten, dass die Null steht – allerdings nur auf der falschen Seite. Mit einem Torverhältnis von 0:1 und einem Punkt verabschiedet sich Gladbach in die Länderspielpause. Am 14. September steht ein Pflichtsieg gegen Werder Bremen auf dem Programm, gefolgt von Spielen gegen Bayer Leverkusen, Eintracht Frankfurt und den SC Freiburg. Wo Borussia dann stehen wird, beschäftigt bereits jetzt viele Fans.

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