Schwedens WM-Basiscamp nach Unfall in Trümmern

Schwedens WM-Basiscamp nach Unfall in Trümmern

Das WM-Basiscamp der schwedischen Nationalmannschaft in Texas hat sich über Nacht in eine Trümmerlandschaft verwandelt – glücklicherweise ohne Verletzte und mit einer überraschenden Erklärung.

Frisco – Was als normaler Trainingstag vor dem entscheidenden Vorrundenspiel gegen Japan geplant war, endete für die schwedischen Nationalspieler am Mittwoch, den 24. Juni, mit einem unerwarteten Anblick im Toyota Stadium in Frisco, nördlich von Dallas, Texas.

An der Stelle, wo sich zuvor die Pressetribüne befand, türmte sich ein Haufen Schutt. Stahlträger, Beton und zerbrochene Konstruktionen ließen das WM-Basiscamp der Schweden wie eine Baustelle nach einem Unfall erscheinen. Der Mittelfeldspieler Besfort Zeneli beschrieb die allgemeine Verwirrung gegenüber der norwegischen Zeitung Aftenposten: „Ich dachte nur: Was ist hier passiert? Soweit ich weiß, gab es keinen Sturm.“ Das schwedische Team sorgte bereits früh in der WM für Aufregung mit einem Trainerwechsel.

Die Erklärung für das Chaos lieferte Nationalmannschaftsmanager Stefan Pettersson: Das Toyota Stadium befindet sich derzeit in einem umfassenden Umbau. Für rund 182 Millionen Dollar (etwa 160 Millionen Euro) wird die Heimspielstätte des FC Dallas grundlegend modernisiert, ein Projekt, das voraussichtlich bis 2028 dauern wird.

„Sie wollten etwas abreißen, und es sieht so aus, als wäre es in die falsche Richtung gefallen“, erklärte Pettersson. „Glücklicherweise wurde niemand verletzt. Offenbar gab es eine Sprengung, bei der etwas schiefgelaufen ist.“ Eine Längsseite der alten Tribünenkonstruktion war unkontrolliert auf die provisorische Pressetribüne gestürzt.

„Die Spieler waren etwas verblüfft, als sie ankamen“, fügte Pettersson hinzu. Trotz des spektakulären Anblicks blieb der Trainingsalltag jedoch unberührt. In der Nacht auf Freitag steht für die Skandinavier das letzte Gruppenspiel gegen Japan an – alle Termine und Ergebnisse sind in unserem WM-Spielplan zu finden. Ein Sieg würde den Einzug ins Sechzehntelfinale sichern. Sollte die Niederlande im Parallelspiel gegen Tunesien nur unentschieden spielen, winkt sogar der überraschende erste Tabellenplatz in Gruppe F.

Topics

Related news