Sebastian Schonlau verlässt den HSV und wechselt zu Vancouver Whitecaps

Sebastian Schonlau verlässt den HSV und wechselt zu Vancouver Whitecaps

Nach vier Spielzeiten als Kapitän des Hamburger SV hat sich Sebastian Schonlau entschieden, den Verein zu verlassen. Nur wenige Monate nach dem Aufstieg in die Bundesliga wechselte der Innenverteidiger zu den Vancouver Whitecaps in Kanada.

In einem ausführlichen Interview mit Sport1 erklärte Schonlau: „Es wurde frühzeitig kommuniziert, dass es für mich nicht einfach werden würde in der neuen Saison. Während der Vorbereitung wurde deutlich, dass ich nicht die gleiche Rolle auf dem Feld spielen würde wie in den vergangenen Jahren. Auch die geringen Einsatzzeiten in den Testspielen trugen zu dieser Erkenntnis bei.“

Bereits in der vergangenen Saison hatte Schonlau an sportlichem Ansehen verloren und seinen unangefochtenen Stammplatz eingebüßt. Dennoch erfüllte er weiterhin seine Rolle als Kapitän und nahm eine wichtige Position im Team ein. Cheftrainer Merlin Polzin lobte ihn: „Ohne Bascho wären wir niemals aufgestiegen. Was er im Hintergrund für die Mannschaft geleistet hat – auch in den Momenten, als er nicht mehr die Spielzeit bekam – war überragend und überstieg die Aufgaben eines Kapitäns.“

Auf sportlicher Ebene setzte der HSV jedoch nicht mehr auf ihn, sondern verstärkte sich im Abwehrzentrum. Der 31-Jährige war sich seiner Situation bewusst: „Ich hatte zwei Optionen: bleiben oder etwas anderes machen. Ich wusste, dass es möglicherweise zu Veränderungen kommen könnte. Aber ich war auch bereit, weiterhin Spieler des HSV zu sein, was eine coole Geschichte gewesen wäre.“

Auf seine Zeit in Hamburg, die mit dem Bundesliga-Aufstieg gekrönt wurde, blickt Schonlau positiv zurück: „Ich hatte vier sehr intensive Jahre in Hamburg, die ich nicht missen möchte. Es gab Höhen und Tiefen, und ich habe jede Sekunde genossen.“ Er fügte hinzu: „Es ist kein Geheimnis, dass Bundesligaspiele mit dem HSV ein absolut besonderes Erlebnis gewesen wären. Das werde ich jetzt jedoch nicht mehr haben.“

Ursprünglich war der Plan bei seinem Wechsel aus Paderborn im Sommer 2021, direkt aufzusteigen und einige Jahre in der Bundesliga zu spielen. „Aber so läuft es im Fußball nicht. Man kann solche Dinge nicht planen. Daher bereue ich nichts und auf keinen Fall meinen Schritt nach Vancouver. Im Gegenteil: Die Zeit war reif für einen Wechsel“, betonte Schonlau. Bei seinem neuen Klub trifft er auf Bayern-Legende Thomas Müller, hat jedoch noch nicht zum Einsatz gekommen.

Auch aus fast 8.000 Kilometern Entfernung verfolgt der beidfüßige Innenverteidiger die Spiele des HSV intensiv: „Es gibt sicherlich Leute, die mich über mein Fußballerleben hinaus begleiten und zu Freunden geworden sind. Deshalb interessiert es mich, wie sich der HSV schlägt. Der Verein ist mir einfach ans Herz gewachsen. Der Zeitunterschied macht es manchmal schwierig, alles zu verfolgen, aber die Highlights der Spiele sind Pflicht.“ Über die jüngsten Ergebnisse dürfte er sich entsprechend gefreut haben.

Foto: IMAGO (Dieser Artikel entstand in Kooperation mit nurdieraute)

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