Senegal gewinnt Afrika-Cup-Finale nach umstrittenen Entscheidungen
Im Afrika-Cup-Finale kam es zu tumultartigen Szenen, als der Senegal zunächst gegen eine umstrittene Elfmeter-Entscheidung für Marokko protestierte und letztendlich in der Verlängerung siegte. Bayern-Stürmer Nicolas Jackson war zentral in diesem Drama involviert.
Update vom 18. Januar, 23 Uhr: Der Senegal, angeführt von Bayern-Stürmer Nicolas Jackson, sicherte sich nach einem dramatischen Finale gegen Marokko den Afrika-Cup. Nachdem Brahim Diaz einen strittigen Elfmeter in der Nachspielzeit in die Arme des Torwarts köpfte, erzielte Pape Gueye in der 94. Minute mit einem kraftvollen Schuss unter die Latte den entscheidenden Treffer. Der Jubel der senegalesischen Fans im Regen von Rabat war grenzenlos.
Erstmeldung vom 18. Januar: Rabat – Das Afrika-Cup-Finale zwischen Senegal und Gastgeber Marokko entwickelte sich zu einem unvergesslichen Drama, das von strittigen Schiedsrichterentscheidungen geprägt war. FC Bayern Münchens Stürmer Nicolas Jackson, der bis kurz vor Schluss für den Senegal spielte, erlebte hautnah, wie sein Team gegen die umstrittenen VAR-Entscheidungen protestierte und zeitweise das Spielfeld verließ.
Die Kontroversen begannen in der Nachspielzeit, als dem Senegal ein vermeintlicher Führungstreffer aberkannt wurde. Nach einer Ecke von links köpfte Abdoulaye Seck den Ball ins Tor, nachdem er Achraf Hakimi leicht geschubst hatte. Schiedsrichter Jean-Jacques Ndala entschied jedoch auf Offensivfoul und ließ das Tor nicht gelten.
Wenige Minuten später folgte die nächste umstrittene Szene: Nach einer VAR-Überprüfung erhielt Marokko einen Elfmeter, als Brahim Diaz im Strafraum von El Hadji Diouf an der Schulter berührt wurde. Für Schiedsrichter Ndala war dieser Kontakt ausreichend für einen Strafstoß, doch die senegalesischen Spieler widersprachen vehement.
Die Situation eskalierte derart, dass die senegalesische Mannschaft aus Protest minutenlang die Fortsetzung des Spiels verweigerte. Die Spieler gingen sogar in die Kabine, was zu chaotischen Szenen auf dem Platz führte und die Ausführung des Elfmeters verzögerte – sogar ein Spielabbruch schien drohend.
Mittendrin in diesem Chaos befand sich Bayern-Star Nicolas Jackson, der den Senegal zum Auftaktsieg im Afrika-Cup verholfen hatte und kurz vor den umstrittenen Szenen ausgewechselt wurde. Der Stürmer diskutierte heftig mit Marokkos Trainer Walid Regragui am Spielfeldrand. Die Emotionen kochten über, während das Finale von den Schiedsrichterentscheidungen überschattet wurde.
Erst durch das Eingreifen von Kapitän Sadio Mané und Trainer Pape Thiaw kehrten die senegalesischen Spieler auf das Feld zurück. Die Mannschaft hatte zuvor komplett den Protest-Modus aktiviert und das Spielfeld verlassen, was zu beispiellosen Szenen im Afrika-Cup-Finale führte. Der folgende Elfmeter wurde von Brahim Diaz in die Arme des früheren Welttorhüters Edouard Mendy gelupft, was zur Verlängerung führte.
Das Drama um die VAR-Entscheidungen überschattete ein bis dahin ausgeglichenes Finale zwischen den beiden afrikanischen Topnationen. Für Gastgeber Marokko war es die Chance auf den ersten Afrika-Cup-Titel seit 1976, während der Senegal bereits 2022 gewonnen hatte. Die umstrittenen Szenen warfen jedoch einen Schatten auf das prestigeträchtige Endspiel.