Senegal reagiert auf Aberkennung des Afrika-Cup-Titels

Senegal reagiert auf Aberkennung des Afrika-Cup-Titels

Monate nach dem Skandal-Finale des Afrika-Cups sorgt das Turnier weiterhin für Schlagzeilen. Nach der Aberkennung des Titels hat der Senegal eine ungewöhnliche Maßnahme ergriffen.

Dakar – Zwei Monate nach dem Abschluss des Turniers folgt eine weitere Wendung im Zusammenhang mit dem skandalösen Finale des Afrika-Cups. Ursprünglich hatte Senegal das Spiel gegen Marokko in der Verlängerung mit 1:0 gewonnen, doch vor wenigen Tagen wurde dem Team, angeführt von Superstar Sadio Mané, der Titel offiziell vom Berufungsgericht des afrikanischen Fußballverbands CAF aberkannt.

Der Grund für diese Entscheidung waren die merkwürdigen Szenen kurz vor der Verlängerung. In der achten Minute der Nachspielzeit erhielt die marokkanische Mannschaft durch Schiedsrichter Jean-Jacques Ndala Ngambo einen umstrittenen Elfmeter. Das senegalesische Team war darüber so aufgebracht, dass es das Spielfeld verließ. Nach einer Unterbrechung von 15 Minuten konnte das Spiel jedoch fortgesetzt werden, und Brahim Díaz verschoss letztendlich den Elfmeter. In der Verlängerung erzielte Pape Gueye ein spektakuläres Tor.

So fand eines der unterhaltsamsten Finals in der Geschichte des Fußballs sein vermeintliches Ende, doch das Urteil der CAF sorgte für Verwirrung. Das Verlassen des Platzes durch Senegal wurde als Aufgabe gewertet, wodurch Marokko ein 3:0-Sieg zugesprochen wurde. Der senegalesische Fußballverband FSF bezeichnete diese Entscheidung als „unfair, beispiellos und inakzeptabel“ und ist der Ansicht, dass dieses Urteil „den afrikanischen Fußball in Misskredit bringt“.

„Wir werden Kontakt mit unseren Anwälten aufnehmen und Rechtsmittel einlegen. Wir werden vor nichts zurückschrecken. Das Recht ist auf unserer Seite“, erklärte FSF-Generalsekretär Abdoulaye Seydou Sow im staatlichen Rundfunk RTS und fügte hinzu, es sei eine „Schande für Afrika“. Auch die senegalesische Regierung kündigte an, gegen die Entscheidung vorzugehen.

Darüber hinaus hat Senegal eine weitere ungewöhnliche Maßnahme ergriffen: Berichten zufolge soll Nationaltrainer Pape Thiaw den Pokal in eine Kaserne der senegalesischen Armee gebracht haben, um ein symbolisches Zeichen zu setzen. Im Internet kursieren Fotos von Soldaten, die mit der Trophäe posieren. Diese soll nun im Zentrum der Militärbasis aufbewahrt werden. Das Drama um den Afrika-Cup-Titel ist somit noch lange nicht beendet und wird sicherlich weiterhin für Schlagzeilen sorgen.

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