Shuto Machino: Schwieriger Start bei Borussia Mönchengladbach
Shuto Machino zählt zu den Schlüsseltransfers von Borussia Mönchengladbach, doch seine Leistungen zeigen, dass er sich in der Mannschaft noch schwer tut.
Im vergangenen Sommer hatte Borussia Mönchengladbach intensiv um den japanischen Nationalspieler geworben. Machino, der mit elf Toren für Holstein Kiel auf sich aufmerksam machte, strebte einen Verbleib in der Bundesliga an, um sich für die Weltmeisterschaft 2026 zu empfehlen. Der Transfer wurde kurz vor dem Ende des Trainingslagers in Rottach-Egern perfekt gemacht.
Seit seinem Wechsel für eine kolportierte Ablösesumme von acht Millionen Euro an den Niederrhein sind mittlerweile über zwei Monate vergangen. Dennoch können sowohl der Spieler als auch der Klub mit seinen bisherigen Leistungen nicht zufrieden sein. Machino hat einen schwierigen Start hingelegt und zählt zu den Verlierern der ersten sechs Spieltage.
Zu Beginn hatte der Angreifer mit Wadenproblemen zu kämpfen, was es ihm erschwerte, rechtzeitig in die Vorbereitung einzusteigen. Zum Bundesliga-Start war Machino zwar fit, doch nach einem kurzen Einsatz gegen den Hamburger SV musste er im folgenden Spiel gegen den VfB Stuttgart aufgrund der Erkrankung von Haris Tabaković von Beginn an spielen.
Bislang wartet Machino nicht nur auf sein erstes Tor, sondern kämpft auch darum, sich in die Mannschaft zu integrieren. In seinen bisherigen Einsätzen fehlte die Bindung im Spiel, und seine Laufwege waren oft wenig zielführend. Der Neuzugang zeigt sich in der Offensive als wenig wirkungsvoll und wirkt bisher wie ein Fremdkörper.
Ein erstes Warnsignal erhielt Machino beim 0:0-Unentschieden gegen den SC Freiburg am Sonntag. Trainer Eugen Polanski nominierte den U23-Stürmer Jan Urbich für den Spieltagskader und brachte ihn nach 69 Minuten für Tabaković ins Spiel. Machino wurde erst in der 81. Minute gemeinsam mit Grant-Leon Ranos eingewechselt.
Die Tatsache, dass ein Nachwuchsstürmer die erste Wechseloption für die Offensive darstellt, sollte Machino zu denken geben. Zwar bringt er Geschwindigkeit mit, die der Mannschaft ohne Franck Honorat und Robin Hack fehlt, doch aktuell wirkt er verzichtbar. Dies muss sich aus seiner Sicht dringend ändern.
In der Zwischenzeit könnte Machino profitieren, dass unklar ist, wie lange Tim Kleindienst ausfallen wird. Solange der Torjäger nicht einsatzbereit ist, hat der Ex-Kieler die Möglichkeit, regelmäßige Einsätze zu erhalten. Wenn es ihm gelingt, in dieser Zeit sein Potenzial abzurufen, könnte er sich als wichtige Verstärkung erweisen. Bislang lässt sich das jedoch über Machino nicht sagen.