Spannungen bei Borussia Dortmund nach öffentlicher Kritik

Spannungen bei Borussia Dortmund nach öffentlicher Kritik

Die Stimmung bei Borussia Dortmund scheint angespannt zu sein. Die jüngste öffentliche Kritik bleibt offenbar ein dauerhaftes Thema in der Kabine.

Dortmund – Wie angespannt ist die Atmosphäre bei Borussia Dortmund? Julian Brandt sorgte vor dem Champions-League-Spiel gegen Bodö/Glimt für Diskussionen, als er den Spielstil des BVB öffentlich kritisierte. Nach dem enttäuschenden 2:2-Unentschieden gegen die Norweger äußerte auch Nico Schlotterbeck seine Meinung.

Schlotterbeck wählte ebenfalls den öffentlichen Weg, um eine fehlende Gewinner-Mentalität innerhalb der Mannschaft zu kritisieren. In einem Interview unmittelbar nach der Partie sprach er über Karim Adeyemi und Serhou Guirassy, ohne die beiden Teamkollegen namentlich zu nennen. Dennoch war klar, wer gemeint war.

„Wenn man in der 60. Minute eingewechselt wird, erwarte ich 30 Minuten Volldampf. Die Spieler, die eingewechselt werden, verlieren jeden Ball“, so Schlotterbeck. Adeyemi und Guirassy waren gegen Bodö/Glimt eingewechselt worden und konnten in der restlichen Spielzeit kaum Einfluss nehmen. Schlotterbecks Wutrede hatte jedoch offenbar Wirkung, denn laut der Bild sollen seine Worte „innerhalb der Mannschaft nachgehallt haben“.

Berichten zufolge erneuerte Schlotterbeck seine grundlegende Kritik auch nach dem 1:1-Unentschieden am vergangenen Bundesliga-Spieltag gegen den SC Freiburg. Dabei nannte er, wie schon zuvor, keine konkreten Namen. Dies stellte sich als Problem heraus, da Guirassy darauf hinwies, „dass Probleme klarer und direkter angesprochen werden sollten“. Für den Stürmer war es weniger wichtig, ob die Kritik öffentlich oder intern geäußert wird; entscheidend war für ihn, dass die Kritik konkret bleibt und einzelne Spieler direkt angesprochen werden, anstatt sich in allgemeinen Aussagen zu verlieren.

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